Wirtschaft

JP Morgan Chef bekommt 420.000 Dollar Umzugshilfe

Jamie Dimon, Chef von JP-Morgan, ist wieder der bestbezahlte US-Bankchef. Für 2010 erhält er insgesamt 23 Millionen Dollar, davon allein 420.000 Dollar als Umzugshilfe. Bei dieser Umzugshilfe stellt sich die Frage, aus welcher entfernten Ecke der Realität kommt Dimon her, dass der Umzug 420.000 Dollar kostet? Die Antwort: Firmenpolitik von JP ist es, Mitarbeitern die Kosten zu erstatten, die ihnen durch einen arbeitsbedingten Wohnortwechsel entstünden. Dimon hatte vor seinem Umzug nach New Yok in Chicago gewohnt und das Privathaus vorerst behalten, bis seine Kinder die Highschool abgeschlossen hatten. Dann kam das Platzen der US-Immobilienblase 2007/08. Im April 2007 hatte er das 1390 Quadratmeter große Anwesen noch für 13,5 Millionen Dollar angeboten, aber keinen Käufer gefunden. Erst als er in mehreren Schritten schließlich auf 6,95 Millionen Dollar herunterging, fand sich ein Käufer. Das zeigt das typisch amerikanische Denken: Dimon hatte für das Haus im Jahr 2000 lediglich rund 4,7 Millionen Dollar bezahlt – also immer noch 2,25 Millionen Dollar Gewinn. Damit man nun doch noch einen Verlust hineinrechnen kann, muss man als Vergleichswert schon die Mondpreise auf dem Höhepunkt der Blase als Referenzwert nehmen. Nun möge man meinen, das sei ein persönliches Risiko, wenn man den günstigsten Moment zum Verkaufen verpasst – weit gefehlt. Wer so schön mit den Zahlen tricksen kann, kann aus einem Gewinn noch einen Verlust rechnen – und unterstreicht damit seine Eignung für den Posten bei einer der großen Banken.

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