Bildung

Keine Angst vor Azubis – Was Ausbilder wissen müssen

Jedes Jahr im September beginnt für Jugendliche mit frisch ergattertem Schulabschluss der Ernst des Lebens. Die Ausbildungszeit hat begonnen und mit ihr kommt die Mitverantwortung im Ausbildungsbetrieb. Welche Aufgaben die Azubis mitbringen sollte, stellte Ausbildungsexpertin Sabine Bleumortier bereits in Form folgender zehn Tipps zusammen. Nun richtet sie sich an die Ausbilder und möchte ihnen zeigen, wie sie ein besseres Ausbildungsumfeld schaffen.

Der Ausbilder, das unbekannte Wesen?

Die Ausbildung ist nur von der Person auszuführen, die für die Ausbildung beauftragt wurde. Andere Mitarbeiter dürfen dem Azubi natürlich ebenfalls Aufgaben stellen, solange  der Azubi nicht in stetiger Gesellschaft anderer Ungelernten ist. Obwohl Deutschland ein einwandfreies Ausbildungssystem hat, ist über den Weg des Auszubildenden nach der Ausbildereignungsprüfung wenig bekannt. Der Ausbilder, das unbekannte Wesen? Mitnichten, denn es gibt Institutionen und Seiten, auf denen man sich über die Anforderungen, die an Personen, die jemanden ausbilden wollen, gestellt werden, informieren kann.

Ausbildung der Ausbilder

Durch die Industrie- und Handelskammer (IHK) werden regelmäßige Fortbildungen für Mitarbeiter aller Firmen angeboten, die einen Ausbildereignungsschein machen möchten. Die Online Akademie GmbH zeigt mit ihrer Online-Präsenz „Ausbildung der Ausbilder“ zukünftigen Ausbildern, wie sie ihren Ausbildungsplan organisieren und planen können und wie man pädagogisch sinnvoll die Ausbildung der Jugendlichen anleitet. In vier Schritten wird man so zu einem kompetenten Ausbilder:

  1. Ausbildungsvoraussetzungen prüfen und Ausbildung planen
  2. Ausbildung vorbereiten und bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
  3. Ausbildung durchführen
  4. Ausbildung abschließen

Die Ausbildung zum Ausbilder benötigt keine festen Zulassungsvoraussetzungen. Alles was man braucht ist die Motivation, jungen Leuten etwas beizubringen und die berufliche Qualifikation, das heißt eine abgeschlossene Ausbildung und eine einschlägige Berufserfahrung. In weiteren Vorbereitungskursen werden die rechtlichen Grundlagen für Ausbilder und Azubis präsentiert sowie über die pädagogische und psychologische Herangehensweise beim Lehren informiert.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es?

Gute Frage, denn über die Weiterbildungsmöglichkeiten und die Unterstützung im Betrieb liegen derzeit nur wenig Informationen vor. Aus diesem Grund hat Ausbildungsexpertin Sabine Bleumortier eine Umfrage gestartet, um mehr über die Qualifikationen der ausbildenden Fachkräfte zu erhalten. Aktuell sind 660.000 Ausbilder in Deutschland registriert, durch die hinzukommende Anzahl an ausbildenden Fachkräften wird die Zahl deutlich höher liegen. Über die Aufgaben, die ein Ausbilder neben der Vermittlung von Fachwissen hat, ist ebenso wenig bekannt. Die Ausbildungsexpertin und Trainerin sieht ihre Umfrage somit als Chance, um auf zwei unterschiedlichen Fragebögen Ausbildungsbeauftragte und ausbildende Fachkräfte über die Vorbereitungen auf ihre Aufgaben und die Schulungsmaßnahmen mehr über den Ausbildungsverlauf aus Sicht des Ausbilders zu erfahren.

Die Umfrage für alle Ausbildungsleiter, finden Sie hier:
https://de.surveymonkey.com/r/LJ28GGX

Die Umfrage für alle ausbildenden Fachkräfte, finden Sie hier:
https://de.surveymonkey.com/r/CQ3SQK6

Über Sabine Bleumortier

Sabine Bleumortier ist Ausbildungsexpertin und seit 17 Jahren im Ausbildungsbereich tätig. Die selbständige Beraterin und Trainerin rund um das Thema Berufsausbildung führt Seminare zur Ausbilderqualifizierung für ausbildende Fachkräfte wie Ausbilder und Trainings für Auszubildende durch. Weitere Informationen zu Sabine Bleumortier im Internet unter www.bleumortier.de.

Lydia Hagen

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