Technologie

Keine Nacktscanner an deutschen Flughäfen – im Testbetrieb durchgefallen

Das Innenministerium hat den Körperscannern an deutschen Flughäfen, umgangssprachlich als Nacktscanner bezeichnet, eine Absage erteilt. Die zehnmonatige Testphase mit zwei Geräten am Flughafen Hamburg habe ergeben, dass die Technologie noch nicht Einsatzreif sei: Es wurden zu häufig Fehlalarme ausgelöst, die aufwendige Nachkontrollen nötig machten. Für einen flächendeckenden Einsatz sei es daher noch zu früh – die Geräte sollen nun jenseits der Öffentlichkeit weiterentwickelt werden. Grundsätzlich sei der Einsatz weiterhin vorgesehen, wann die Scanner jedoch letztlich eingeführt werden bleibt zunächst offen. In den zehn Monaten hatten rund 800.000 Passagiere die Scanner freiwillig genutzt, dabei waren in 49% der Fälle Fehlalarme ausgelöst worden. Dafür genügten beispielsweise schon Falten in der Kleidung oder Schweiß. Die Testgeräte arbeiteten mit Millimeterwellen (vergleichbar mit einer Wärmebildkamera), da das Innenministerium Geräte, die auf Röntgenstrahlen basieren, wegen möglicher Gesundheitsschäden ausgeschlossen hat.

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