Energiepolitik

KfW-Programm Erneuerbare Energien Speicher: 30% Tilgungszuschuss und 100% Finanzierung

Programm Erneuerbare Energien Speicher stößt auf lebhafte Nachfrage

  • Seit Programmstart im Mai über 500 Kreditanträge im Volumen von rd. 10 Mio. EUR
  • Wichtiger Beitrag zur Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaikanlagen in das Stromnetz

Das am 1. Mai gestartete KfW-Programm Erneuerbare Energien Speicher findet große Resonanz. In den ersten zwei Monaten seit dem Programmstart sind bei der KfW bereits über 500 Kreditanträge mit einem Volumen in Höhe von rund von 10 Mio. EUR eingegangen. Dies entspricht einer durchschnittlichen Kreditsumme von 18.200 Euro. Mit dem Programm unterstützen die KfW Bankengruppe und das Bundesumweltministerium (BMU) die verstärkte Nutzung von Batteriespeichersystemen in Verbindung mit Photovoltaikanlagen, die an das elektrische Netz angeschlossen sind.

„Batteriespeichersysteme leisten einen wichtigen Beitrag zur besseren Integration von kleinen bis mittelgroßen Photovoltaikanlagen in das Stromnetz und zu einer effizienteren Nutzung von Solarstrom. Die erfreulich starke Nachfrage nach unserem Programm bringt uns dem Ziel näher, die technologische Weiterentwicklung und Marktdurchdringung von Batteriespeichern voranzutreiben“, sagt KfW-Vorstandsmitglied Dr. Axel Nawrath.

Das KfW-Programm Erneuerbare Energien Speicher stellt interessierten Investoren zinsgünstige Kredite aus Mitteln der KfW und Tilgungszuschüsse in Höhe von 30% aus dem Etat des BMU zur Verfügung. Es können bis zu 100% der förderfähigen Nettoinvestitionskosten finanziert werden. Anträge können seit dem 1.5.2013 bei den durchleitenden Instituten gestellt werden.

-> Link zum Download des KfW-Merkblatts „KfW-Programm Erneuerbare Energien Speicher“

Weiterführende Informationen:

Bei einem Strom-Einkaufspreis vom Versorger in Höhe von 25 Cent pro Kilowattstunde, würde eine Photovoltaikanlage, welche im August 2012 installiert wurde, dem Betreiber bei Eigenverbrauch einen Vorteil von 6,27 Cent / kWh einbringen. Je nachdem, wie hoch der Preis für den eingesparten Strom aus dem öffentlichen Netz ist, kann der Differenzbetrag auch größer sein. Je weiter der Strompreis steigt, umso größer wird der Differenzbetrag und umso mehr lohnt sich der Photovoltaik-Eigenverbrauch.

  • Je größer der Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms, desto mehr steigt die Rentabilität, da sich der Betreiber der Photovoltaikanlage den Strom-Einkauf vom Energieversorger spart.
  • Je höher der Strompreis steigt, umso bedeutender wird der Eigenverbrauch.
  • Je weiter die Photovoltaik-Einspeisevergütung sinkt, desto mehr trägt der Eigenverbrauch zur Rentabilität der Solaranlage bei.

Fallbeispiel für ein Einfamilienhaus mit einer 5 kWp-Photovoltaik-Anlage

In der Photovoltaik-Berechnung wird davon ausgegangen, dass die Solaranlage 4.000 kWh erzeugt. Die Werte gelten für eine Inbetriebnahme der Anlage im März 2013 (Warungskosten, Versicherung, etc. wurden nicht berücksichtigt).

kein

Eigenverbrauch

25 %

Eigenverbrauch

50 %

Eigenverbrauch

produzierter Strom

4.000 kWh

4.000 kWh

4.000 kWh

Einspeisung

4.000 kWh

3.000 kWh

2.000 kWh

Photovoltaik-Einspeisevergütgung16,28 ct/kWh

651,20 €

488,40 €

325,60 €

Photovoltaik-Eigenverbrauch

1.000 kWh

2.000 kWh

Ersparnis durch Eigenverbrauch bei einem Strompreis von 25 ct/kWh

250,00 €

500,00 €

Gesamtertrag + eingesparte Kosten

651,20 €

738,40 €

825,60 €

-> Link zum Download des KfW-Merkblatts „KfW-Programm Erneuerbare Energien Speicher“

(mb / mit Informationen der KfW und von Solaranlagen-Portal.de)

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Marc Brümmer

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