Regionales

Kirche verkauft Weltbildverlag, weil er auch Erotik und Esoterik anbietet

Das Medienhandelshaus Weltbild mit dem Sitz in Augsburg soll verkauft werden, weil es auch Erotik- und Esoterikinhalte anbiete. Der Weltbild-Verlag gehört zwölf deutschen Diözesen, der katholischen Soldatenseelsorge Berlin und dem Verband der Diözesen Deutschlands. Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa hat derweil versucht, die Wogen zu glätten: Das Schicksal der 6.400 Beschäftigten sei ihm sehr wichtig und lud Arbeitnehmervertreter des Verlags für den kommenden Donnerstag, den 26. Januar 2012, zu einem Treffen ein. Am Samstag hatten Weltbild-Beschäftigte bereits vor dem Augsburger Dom für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert.

Das Thema war im Oktober 2011 hochgekocht. Damals hieß es, das Internetportal weltbild.de habe bei dem Suchbegriff „Erotik“ über 2.500 Treffer angezeigt. Die katholische Kirche schlug daraufhin eine Null-Tolleranz-Linie ein und kündigte den sofortigen Verkauf des Verlags an. Weltbild begegnete der Kritik jedoch, dass Bücher, die über das Stichwort Erotik zu finden waren, weniger als 0,017% des Gesamtumsatzes von zuletzt 1,65 Milliarden Euro ausgemacht haben. Dies betreffe aber Bücher wie beispielsweise „Zur Hure erzogen“. Echte Pornografie habe man noch nie im Angebot geführt.

(mb)

 

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