Wirtschaft

Klonfleisch in der EU künftig ohne Kennzeichnung

Ein Vorstoß des EU-Parlaments zum Verbot bzw. zur Kennzeichnung von Erzeugnissen geklonter Tiere (Fleisch, Milch) ist gescheitert. Die Kennzeichnungspflicht ist dabei an der Sperrminorität von Deutschland, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden und einiger anderer Länder gescheitert. Laut der amtierenden ungarischen EU-Ratspräsidentschaft sei das Parlament „unfähig für einen Kompromiss“ gewesen. Von Seiten des Parlaments hieß es hingegen: „Offenbar wollen die Mitgliedsstaaten, dass die Verbraucher Klonfleisch essen, ohne dies zu erfahren.“ Laut Peter Liese (CDU), dem gesundheitspolitischen Sprecher der konservativen EVP-Fraktion im Parlament habe Verbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) einen Kompromiss vorgeschlagen, den aber ihr liberaler Kollege, der Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP), „bis zuletzt blockiert“ habe. Nach dem Scheitern der Verhandlungen wird es weiterhin keine Kontrolle über Klontechniken und Klone in Europa geben wird.

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