Regionales

Kommunen für ein gentechnikanbaufreies Bayern – Söder überreicht einheitliches Logo

Die bayerischen Kommunen wenden sich verstärkt gegen Grüne Gentechnik, also gentechnisch veränderte Produkte im landwirtschaftlichen Bereich. Bereits 150 bayerische Gemeinden, Städte und Landkreise haben sich entschieden, auf ihren kommunalen Flächen keine gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen zu lassen und setzen damit ein wichtiges Signal für ein gentechnikanbaufreies Bayern. Anlässlich der Übergabe der entsprechenden Urkunde an 53 schwäbische Kommunen sowie 6 weitere bayerische Kommunen hat Umweltminister Söder zudem am 30. Juni das neu entwickelte und einheitliche Logo „Gentechnikanbaufreie Kommune“ überreicht. Damit können diese Kommunen künftig unter einem einheitlichen Logo auftreten, um als gemeinsame Initiative verstärkt in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden. In 2010 fand in Bayern erstmals seit 1993 keine Freisetzung von gentechnisch veränderten Pflanzen statt. Söder: „Jetzt müssen wir sicherstellen, dass Bayern dauerhaft gentechnikanbaufrei bleiben kann.“ Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ist laut Söder mit dem Erhalt der kleinteiligen Landwirtschaft sowie der Vielzahl naturnaher und sensibler Lebensräume in Bayern nicht vereinbar. Außerdem böten die bislang verfügbaren, gentechnisch veränderten Pflanzen bei unseren Umweltfaktoren keinen Mehrwert für bayerische Landwirte. Stattdessen drohe die Landwirtschaft von globalen Saatgutherstellern abhängig zu werden. Zudem seien Umweltrisiken und wirtschaftliche Risiken der Grünen Gentechnik nicht ausreichend geklärt.

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