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Kommunikation am Arbeitsplatz – der richtige Umgang mit dem Skeptiker

Der kritischste ihrer Kollegen, das ist der Skeptiker. Sie erkennen ihn im Gespräch daran, dass er misstrauisch die Augenbrauen hochzieht, die Arme verschränkt und insgesamt von Ihren Vorschlägen wenig überzeugt wirkt. Der Skeptiker ist eine harte Nuss, wenn es darum geht neue Innovationen zu entwickeln oder Veränderung vorzunehmen. Aber keine Sorge, auch er ist mit der richtigen Strategie zu knacken. Nach dem Dauerredner, Faulpelz, Choleriker und Schweigsamen unter ihren Kollegen geben wir Ihnen heute fünf Tipps für den Umgang mit dem Skeptiker.

 

Fünf Tipps für den Umgang mit dem Skeptiker im Team

1) Nehmen Sie Kritik nicht persönlich. Versuchen Sie die Einwände des Skeptikers als etwas Positives zu betrachten. Er zeigt Ihnen vielleicht Perspektiven auf, an die Sie noch nicht gedacht haben. Auch wenn Kritik an der eigenen Idee erst einmal nicht schön ist, kann sie doch dazu führen, Ihren Vorschlag nochmal zu konkretisieren und wasserdicht zu machen. Sehen Sie die Kritik des Skeptikers als Chance für Verbesserungen.

2) Bereiten Sie ihr Gespräch gut vor. Um den Skeptiker zu überzeugen, sollten Sie es vermeiden, große Reden zu schwingen und Floskeln zu verwenden. Tatsachen, Zahlen und Daten bringen Sie eher ans Ziel. Der Skeptiker braucht ein durchdachtes, wasserdichtes Konzept, in dem der Großteil seiner Fragen bereits beantwortet wird. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um ihr Konzept vorzubereiten und liefern Sie ihm, schon bevor er überhaupt fragen kann, Referenzen, Testergebnisse, Zertifikate und alles was ihre Idee unterstützt.

3) Bauen Sie keinen Druck auf. Mit Druck erreichen Sie beim Skeptiker nur, dass sich sein Misstrauen verhärtet. Auch geschätzte, schwammige Zukunftsprognosen überzeugen ihn wenig. Er denkt dann, dass Sie damit nur von den eigentlichen Problemen des Konzepts ablenken wollen.

4) Stellen Sie Rückfragen. Vergewissern Sie sich, dass der Skeptiker ihre Formulierungen und Ausführungen verstanden hat. Fragen Sie ihn um Rat und nutzen Sie die Chance, ihn ehrlich um seine Meinung zu bitten. Das signalisiert nicht nur Offenheit, sondern auch Kritikfähigkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Sie gemeinsam eine Lösung finden.

5) Nehmen Sie sich Zeit für seine Einwände. Beantworten Sie die Fragen des Skeptikers in Ruhe, detailliert und mit all ihrem Know-how. Bleiben Sie dabei präzise, argumentieren Sie – wenn möglich – mit Fakten und versuchen Sie bereits bei der Beantwortung verschiedene Perspektiven der Frage mit auszuleuchten. Dieser Weitblick könnte sogar den härtesten Skeptiker von Ihrer Idee überzeugen.

 

Sie wollen mehr über den Umgang mit dem Skeptiker erfahren? Lesen Sie dazu auch die Kolumne von Andreas Buhr auf AGITANO: Vom richtigen Umgang mit Skeptikern.

Claudia Zesewitz

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