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Kommunikation: Unsinnige Phrasen vermeiden

Chef, Arbeit, Mobbing,

Heute heißt es Endspurt. In den vorherigen Teilen unserer Themenserie „Kommunikation: Sätze, die Sie besser vermeiden sollten“ haben wir geklärt, welch unsinnige Phrasen Sie im Job besser erst gar nicht aussprechen sollten beziehungsweise wie sehr sie unserem Image schaden, falls sie uns doch einmal herausrutschen. Im finalen Teil unserer Reihe geht es um Sätze, mit denen Führungskräfte ihre Mitarbeiter nicht „nur“ nerven, sondern ihrem gesamten Betrieb regelrecht Schaden zufügen.

„Es hat einfach nicht sein sollen.“

Wen wollen Sie denn mit dieser unsinnigen Phrase in die Pflicht nehmen? Beziehen Sie Stellung und zeigen Sie Gesicht, wenn etwas mal nicht genau nach Plan lief. Denn nur so können Sie und die Kollegen aus ihren Fehlern lernen und sicherstellen, dass so etwas nicht wieder passiert. Wenn ein ganzes Team am Misserfolg beteiligt ist, mag es vielleicht schwer sein, Verantwortung zu übernehmen. Eine Fehleranalyse ist alle mal drin. Nutzen Sie Fehler als Chancen und tun Sie sie nicht mit unsinnigen Phrasen als Wink des Schicksals ab. Schließlich sagt man nicht umsonst über Fehler: Daneben greifen bedeutet, richtig zu liegen.

„Versagen ist keine Option“

Die Idee hinter dieser Aussage ist, das gesamte Team zu motivieren. Falsch gedacht! Wer denkt, dass Phrasen dieser Art wirklich funktionieren? Es ist trotzdem schlicht und ergreifend möglich, dass das Projekt scheitert – ganz egal, ob Sie das vorher angesprochen haben, oder nicht. Wie aber sieht die Situation wirklich aus, nachdem das Team versagt hat? Was denken sich die Mitarbeiter? Wie wollen Sie nun vorgehen? Gleich das ganze Team entlassen? Besser nicht! Stattdessen sollten Sie sich fragen: Scheitern, wie wichtig ist das wirklich? Setzen Sie lieber auf klare Ziervorgaben und kommunizieren Sie was sie erwarten, statt mit unsinnigen Phrasen aufzutauchen.

„Das ist wahrscheinlich nicht das, was Sie hören wollten“

Gerade als Führungskraft ist es nicht immer einfach persönliche Gefühle und das Geschäftsleben zu trennen. Gerade wenn sie einen Mitarbeiter auf privater Ebene sehr schätzen, sollten Sie ihm auch im Geschäftsalltag respektvoll begegnen. Wenn sie eine Geschäftsentscheidung getroffen haben, die einen Ihrer Mitarbeiter vielleicht persönlich in seinen Gefühlen verletzt, versuchen Sie sich nicht mit unsinnigen Phrasen herauszureden oder gar Schwäche zu zeigen. Erklären Sie besser sachlich, was Sie zu diesem Schritt bewegt – und bleiben Sie konsequent. Am Anfang wird er auf die unangenehme Wahrheit, mit der Sie ihn konfrontieren, mit Wut reagieren. Doch sobald er Abstand gewinnt, wird er Ihnen für Ihre Offenheit und direkte Art dankbar sein.

Christoph Schroeder

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