Wirtschaft

Kompetenzgerangel: Suzuki droht VW mit Ende der Partnerschaft

Der Wolfsburger Autokonzern VW hatte sich Ende 2009 mit 20% in den japanischen Kleinwagen- und Motorradspezialisten Suzuki eingekauft. Dabei habe es als Grundvoraussetzung das Einvernehmen darüber gegeben, dass beide Autobauer unabhängige und gleichwertige Partner bleiben. Das Management des familiengeführten Suzuki-Konzerns um den Firmenpatriarch Osamu Suzuki (81) befürchtet jedoch eine zu große Einflussnahme seitens VW und droht nun mit einem Ende der Partnerschaft. Der für VW zuständige Manager Yasuhito Harayama: „Wir denken, dass wir wieder auf Null zurückgehen müssen, auch, was die Beteiligungsverhältnisse angeht.“ Der viertgrößte Autobauer Japans könne nicht wie versprochen von den VW-Zukunftstechnologien etwa für Hybridmodelle profitieren. Gleichfalls benötigen gemeinsame Projekte wie für den indischen Markt eine längere Vorlaufzeit als zunächst angedacht. Derzeit existiert somit auch kein spezielles gemeinsames Entwicklungsprojekt beider Unternehmen. Laut Suzuki gebe es zudem andere Autohersteller, die gleichberechtigt mit dem Unternehmen kooperieren wollen. Die Japaner wollen daher zunächst weiterhin auch mit anderen Firmen zusammenarbeiten und vorerst jegliche Projekte mit VW auf Eis legen, bis beide Partner ihre ursprüngliche Vereinbarung bekräftigt hätten. Der für Suzuki zuständige VW-Manager Hans Demant dementierte derweil, dass VW eine weitere Aufstockung der Suzuki-Anteile anstrebe und ergänzte: „Volkswagen und Suzuki sind und bleiben unabhängige Unternehmen.“

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