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Kompetenzmanagement – ein Mauerblümchenthema?

Mitnichten! Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und dem damit verbundenen, zu erwartenden steigenden Fachkräftebedarf, gewinnt Kompetenzmanagement enorme Bedeutung für die Unternehmensstrategie.

Was verbinden Unternehmen mit Kompetenzmanagement?

Aus diesem Grund hat das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) im Rahmen der Studie »Kompetenzmanagement in deutschen Unternehmen 2012/2013« 518 Experten zu diesem Thema befragt. Sie wollten von den Teilnehmern wissen, was ihre Unternehmen mit Kompetenzmanagement verbinden, welchen Nutzen sie darin und wie sie sich aus ihrer Sicht effektiv und effizient gestalten lässt.

Kluft zwischen Firmenstrategie und Kompetenzen

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Für Unternehmen wird Kompetenzmanagment immer bedeutender (Bild: Oliver Haja / pixelio.de).

Wie sehr dieses Thema den Unternehmen unter den Fingernägeln brennen müsste, zeigen die Ergebnisse einer weiteren umfangreichen Analyse zu diesem Thema, welche die Scheelen AG im November vergangenen Jahres in Berlin präsentierte. Diesen zufolge korrespondieren bei fast jedem dritten Unternehmen die Kompetenzen der Mitarbeiter nicht mit den Anforderungen für die Umsetzung der geplanten Firmenstrategie. Und was noch schwerer wiegen dürfte: einem Großteil der Belegschaft ist der Scheelen-Studie zufolge, die genaue Strategie ihres Arbeitgebers gar nicht bekannt.

Die Forschungsergebnisse des Fraunhofer-IAO machen ebenfalls die Brisanz des Themas deutlich. So erachten rund drei Viertel der Befragten das Thema Kompetenzmanagement als wichtig oder sehr wichtig und trotzdem wird dieses nur von der Hälfte in die Unternehmenspraxis umgesetzt. Hauptgrund hierfür ist der mit Kompetenzmanagement verbundene hohe Zeitaufwand.

Erfolge übertreffen die Erwartungen

Die IAO-Ergebnisse zeigen aber auch: in denjenigen Unternehmen, in denen das Thema ernst genommen und in die Praxis umgesetzt wird, übertreffen die Erfolge die Erwartungen bei weitem. Etwa hinsichtlich der Unternehmens-Performance und in Bezug auf Kompesationen für den zu erwartenden steigenden Fachkräftebedarf.

Konkrete Tipps für Praktiker

Interessant an den Ergebnissen der Studie ist, dass aus diesen nicht lediglich der Status quo hervorgeht. Darüber hinaus werden mögliche Zukunftszenarien vorgestellt sowie sich mit den Promotoren und Stolpersteinen bei der erfolgreichen Einführung eines guten Kompetenzmanagements auseinander gesetzt. Somit gibt die Studie gerade für Praktiker, die ein systematisches Kompetenzmanagement auf- oder ausbauen möchten, konkrete Tipps. Weiterführende Informationen hierzu finden am Thema Interessierte auf den Internetseiten des Fraunhofer IAO.

(cs)

Christoph Schroeder

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