Technologie

Kostengünstige Herstellung von Silizium-Nanodrähten entwickelt

Max-Planck-Forscher haben eine neue Methode für die kostengünstige Herstellung von Silizium-Nanodrähten entwickelt. Nanodrähte aus Halbleitermaterialien wie Silizium gelten als Schlüsselmaterialien für die Entwicklung von preiswerteren und effizienteren Solarzellen, für Batterien mit erhöhter Speicherkapazität und als wichtige Bausteine für die verkleinerte Elektronik der Zukunft, der Nanoelektronik. Bislang war jedoch die Herstellung von Halbleiter-Nanodrähte im industriellen Maßstab sehr teuer: Temperaturen von 600-900°C und teure Katalysatoren wie Gold treiben die Produktionskosten. Den Forschern gelang es nun, die Halbleiter-Nanodrähte bei vergleichsweise niedrigen Temperaturen von 150°C herzustellen und dabei preiswerte Katalysatoren wie Aluminium einzusetzen. Die größten Vorteile der neuen Methode sind folglich, dass sie ohne hohe Substrattemperaturen, sowie ohne teure Katalysatoren auskommt. Zudem können Materialforscher die Größe der Aluminiumkörner und damit die Form des Aluminiumkorngrenzen-Netzwerks je nach Bedarf variieren und so das gewünschte Muster von Silizium-Nanodrähten herstellen. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich mit der neuen Technik nanostrukturierte Silizium-Bauteile auf die meisten Kunststoffe direkt aufbringen lassen, selbst wenn diese hitzeempfindlich sind.

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