Finanzen

Kostenlose Wertpapierdepots – was ist dran?

Was nichts kostet, taugt auch nichts, so sagt es ein Sprichwort. Wie gut kann also ein kostenloses Wertpapierdepot sein und vor allem, gibt es das wirklich? Immerhin müssen Banken betriebswirtschaftlich kalkulieren und die Gewinnerzielungsabsicht steht bei allen Instituten im Vordergrund. Es stellt sich also die Frage, wie kostenlos ist kostenlos?

Depotvergleiche geben Auskunft

Wer als Wertpapieranleger bislang bei einer Filialbank oder Sparkasse Kunde ist und einmal einen Depotvergleichsrechner im Internet nutzt, stellt fest, dass es tatsächlich ein enormes Einsparpotenzial gibt. Einige Direktbanken haben die Verwaltungsgebühren für die Depotführung tatsächlich komplett gestrichen, andere verzichten zumindest bei Neukunden für das erste Jahr darauf. Faktisch ist das Wertpapierdepot damit kostenlos. Die Kostenseite lässt sich für Anleger aber noch weiter reduzieren. Der nächste Blick gilt den Transaktionskosten. Während die meisten Institute noch an der prozentual vom Ordervolumen abhängigen Courtage festhalten, bieten einige Onlinebroker eine feste Ordergebühr an. Die Höhe dieser Courtage orientiert sich nur noch daran, ob der Kauf oder Verkauf an einer inländischen oder einer ausländischen Börse erfolgt. Diese Flatrate ist auch bei kleineren Orders deutlich günstiger als die prozentuale Gebühr. Orders werden zwar nicht kostenlos ausgeführt, das Einsparpotenzial ist jedoch enorm. Bei einem Brokervergleich für Wertpapierdepots wird, genau wie beim Forexbrokervergleich, deutlich, welche Unterschiede es in Bezug auf die Kosten gibt.

Investmentfonds – der teure Ausgabeaufschlag

Anleger, die ihren Fokus auf Investmentfonds richten, wissen um die Kosten beim Erwerb. Die Rendite im ersten Jahr attraktiv zu gestalten, ist häufig schwierig, da der Ausgabeaufschlag diese nachhaltig reduziert. Bei Aktienfonds kann das Agio immerhin bis zu sechs Prozent betragen. Genau hier liegt aber die Möglichkeit, tatsächlich ein völlig kostenloses Wertpapierdepot zu führen. Zahlreiche Online-Broker und Direktbanken verzichten bei vielen Fonds darauf, das Agio zu berechnen. Der Kauf findet ohne Kosten statt. Werden die Fondsanteile bei einem Broker verwaltet, der auf die Depotgebühren verzichtet, kann sich der Anleger über ein tatsächlich kostenloses Depot freuen.


Vergleich von Wertpapierdepots sinnvoll

Anleger, die künftig ihre Nettorendite nachhaltig steigern wollen, sind also gut beraten, einmal einen Depotvergleich, wie zum Beispiel auf kostenlosesdepot.net möglich, durchzuführen. Da jeder Anleger unterschiedlich agiert, sind für einen Vergleich einige wenige Eingaben notwendig. Neben der Anzahl der Orders pro Jahr einschließlich dem Anteil der online aufgegebenen Aufträge spielt noch das durchschnittliche Ordervolumen und die Höhe des Depotgegenwertes eine Rolle. Anhand dieser Zahlen ermittelt der Vergleich jetzt die tatsächlich anfallenden Kosten pro Jahr. Es sind nicht zuletzt diese Vergleichsergebnisse, die dazu führen, dass die Migration der Anleger zu den Direktbanken ungebrochen anhält.

Oliver Foitzik

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