Wirtschaft

Kranke Angestellte in der Arbeit verursachen Unternehmen doppelt so hohe Kosten

Ein Hauptthema der 2001 gegründeten Felix-Burda-Stiftung ist die Gesundheitsvorsorge. Die Beratungsfirma Booz & Company hat nun im Auftrag der Felix-Burda-Stiftung eine Studie zu den Kosten herausgegeben, die Unternehmen durch kranke Angestellte entstehen. Demnach verursachen kranke Mitarbeiter, die dennoch in die Arbeit gehen, rund doppelt so hohe Kosten wie diejenigen, die daheim das Bett hüten und sich auskurieren. Das Verhalten wird auch als „Präsentismus“ bezeichnet – also Präsenz am Arbeitsplatz, obwohl man noch nicht auskuriert ist. Die höheren Kosten kommen dadurch zustande, dass Kranke am Arbeitsplatz weniger leisten, deutlich mehr Fehler machen und auch häufiger Opfer eines Unfalls werden. Außerdem werden chronische Krankheiten begünstigt und die Mitarbeiter angesteckt. Im Ergebnis kommen so weitaus größere Kosten auf die Arbeitgeber und die Wirtschaft zu. Die Kosten für die reinen Fehlzeiten von Erkrankten summieren sich im Durchschnitt pro Jahr auf 1.197 Euro pro Mitarbeiter. Die versteckten Kosten des Präsentismus hingegen belaufen sich auf 2.394 Euro pro Kopf und Jahr. Alles in allem schmälern die krankheitsbedingten Kosten das BIP um neun Prozent pro Jahr (225 Milliarden Euro).
 

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