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Kundenbindung leicht gemacht! Was Sie von den Großen lernen sollten

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Kundenbindung ist heutzutage wichtiger denn je. Gerade Geschäfte ohne eigenen Online-Shop oder die zahlreichen kleinen Bäckereien und Läden aus den deutschen Innenstädten kämpfen jedes Jahr ums Überleben. Gegen große Online-Konzerne kommen sie nur selten an. Im Kampf um die Kunden beweisen sie aber immer wieder aufs Neue Kreativität und Einfallsreichtum. Denn wenn es um die Frage der Kundenbindung geht, ist eines besonders wichtig: Charme und Ideen.

Der Kampf gegen die großen Onlinekonzerne

Die Ladeninhaber der Stadt Augsburg machen sich jedes Jahr ganz besondere Gedanken. Das sieht man, wenn man sich einmal rund um den Christkindlesmarkt umschaut. Was einem sofort ins Auge fällt, sind die auffälligen und immer wieder neuen Dekorationen. Denn im Rahmen der Märchenstraße, halten immer um die Weihnachtszeit die Marionetten der Augsburger Puppenkiste in den Schaufenstern Einzug. Liebevoll gestaltet erzählen sie den Kunden jedes Jahr, Szene für Szene ein wundervolles Märchen und locken so Tausende in die Innenstadt. Eine romantische Sache, finden Sie nicht?

Nüchtern betrachtet hat dies aber einen ganz einfachen Zweck. Es geht es tatsächlich nur um eine gemeinsame Marketingstrategie zur Kundenbindung. Und zwar mit sehr modernen Mitteln. Gezielt werden Gamificationelemente eingesetzt, um Kunden in die Läden zu locken und jedes Jahr zum wiederkommen zu animieren. Denn das ganze Märchen bekommen die Besucher nur erzählt, wenn sie alle mit Puppen dekorierte Schaufenster auch finden.

Wie funktionieren Gamificationelemente zur Kundenbindung?

Gamificationelemente zur Kundenbindung kennen Sie wahrscheinlich bereits aus zahlreichen anderen Situationen. Sie tracken morgens per Jogging App Ihre Laufrunde, holen sich vor der Arbeit noch einen Stempel für den Kaffee und sammeln mittags beim Einkauf drei Punkte zum Aufkleben, um endlich das, von den Kindern heiß ersehnte, Stofftier mitbringen zu können.
Das sind spielähnliche Handlungen, die Ihnen mit Sicherheit in irgendeiner Weise Spaß machen. Sie haben aber nur eines zum Ziel: Kundenbindung.

Was sie gemeinsam haben? – Sie setzen auf Belohnung. Aber nicht die klassische Belohnung im Sinne von: „Du hast etwas geleistet – hier ist deine Anerkennung.“ Sie zielen vielmehr auf den eigenen Ehrgeiz ab. Denn Sie persönlich werden hier angesprochen. Sie selbst möchten bei der ganzen Sache etwas erreichen und vorankommen.
Gamificationelemente funktionieren deshalb so gut, weil sie sich eine sehr menschliche Eigenschaft zu Nutze machen:

Menschen wollen Fortschritte machen!

Endlich den letzten Stempel sammeln, die Punkte zusammen bekommen oder in der Jogging App feststellen, dass man heute besser gelaufen ist als die restlichen Tage. Das spornt an und löst einen Belohnungseffekt aus, der mit kaum etwas anderem vergleichbar ist. Es ist ein Irrglaube, anzunehmen, dass Ehrgeiz nur durch den Wettbewerb mit Kollegen oder Sportfreunden gefördert wird.
Vielmehr ist es der persönliche Fortschritt, den wir erleben wollen. Wir wollen selbst weiterkommen und besser werden, als wir bereits waren. Denn wir selbst sind unsere größte Konkurrenz.

Was wir daraus lernen können

Was McDonalds mit seinem jährlichen Monopoly kann, wie Penny mit seinen Superhelden zum Kaufen anregt oder Aldi mit der Weihnachtssammelkartenaktion an seiner Kundenbindung arbeitet, all das kann auch kleinen Händlern als Vorbild dienlich sein. Mit persönlichem Charme und der Entwicklung eigener Spiele, Kunden mit einzubinden ist durchaus möglich, das zeigt die Stadt Augburg. So können auch kleine Unternehmen von neuen Marketingstrategien zur Kundenbindung profitieren.

Claudia Zesewitz

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