Personal

Leadership: Führen mit Selbstverantwortung

Leadership zielt auf eine höhere Selbstverantwortungder Mitarbeiter ab – sowohl was das Erfüllen ihrer täglichen Aufgaben angeht, als auch bei der Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen. Voraussetzung dafür ist, dass auch die Führungskräfte die entsprechenden Fähigkeiten mitbringen. Dem Führungsstil Leadership liegt ein optimistischer Blick – sowohl auf die Unternehmenswelt, als auch auf die Menschen – zugrunde:  Denn der Leitgedanke von Leadership ist, dass man alles optimieren kann, und zwar die Personalführung ebenso wie das Arbeitsverhalten der Mitarbeiter.

 

Archetypen beim Coaching

Als Coach begegnet man zwei Archetypen von Führungskräften – einem Pessimisten und einem Optimisten:

Typ 1 schildert die Zwänge, unter denen er steht. Alles läuft schief bei ihm: Die Organisation wird von der obersten Führungsetage an die Wand gefahren und die Mitarbeiter sind träge und ideenlos.

Typ 2 richtet seinen Blick in die Zukunft. Er berichtet darüber, was in den kommenden Jahren zusammen mit dem Team erreicht sein soll. Er ist Realist und sieht die Umstände als Herausforderung – gleichzeitig ist er aber überzeugt davon, die selbst gesteckten Ziele auch erreichen zu können.

Während Typ 1 ohne große Ambitionen den Ist-Zustand verwaltet und Anforderungen erfüllt, will Typ 2 Maßstäbe setzen und die Zukunft des Unternehmens mitgestalten. Er will optimieren und motiviert auch sein Team – Typ 2 verkörpert das Konzept „Leadership“, denn er will mit Selbstverantwortung gestalten.

Leadership bedeutet Selbstverantwortung

„Leadership“ stellt Anforderungen zuallererst an das Führungspersonal. Dieses muss ein optimistisches Menschenbild und eine werteorientierte Grundhaltung haben, die es auch an die Mitarbeiter kommuniziert. Erste Priorität hat also die Optimierung des Führungsverhaltens. Erst dann kann das Verhalten der Mitarbeiter positiv beeinflusst werden. Denn Leadership bedeutet gerade nicht, die Mitarbeiter durch fixe Anweisungen in bestimmte Richtungen zu lenken, sondern ihre Selbstverantwortung und Selbstmotivation zu stärken. Die Führungskraft ist dafür Ansprechpartner und bietet Unterstützung.

Führungskräfte, die Leadership praktizieren wollen, müssen daher Selbstreflektion betreiben um Selbstverantwortung zu fördern. Sie sollten sich regelmäßig fragen…

…ob sie ihre Potenziale ausschöpfen.

…ob sie realistische Ziele verfolgen.

…ob sie zu Anpassungen ihrer Ziele bereit sind.

…ob sie wichtige Dinge von unwichtigen unterscheiden können.

…ob sie zur Selbstkritik fähig sind.

Selbstmotivation und Eigeninitative

Um Leadership zu leben, müssen Führungskräfte ihre Mitarbeiter richtig ansprechen. Das gelingt, wenn sie authentisch sind: Sie müssen selbst das vorleben, was sie ihren Mitarbeitern gegenüber kommunizieren und Anregungen offen gegenüberstehen. Das bedeutet aber nicht, dass sie keine Ziele vorgibt – im Gegenteil. Nach gemeinsamer Willensbildung sorgt ein Leader dafür, dass die Ziele im Auge behalten werden und umgesetzt werden.

Die Motivation der Mitarbeiter spielt dabei – aus Sicht der Führungskraft – eine untergeordnete Rolle. Mitarbeiter sollten Selbstverantwortung übernehmen und sich selbst motivieren. Wie gelingt das? Durch Kommunikation: Leadership besteht darin, die Unternehmensziele so zu kommunizieren, dass die Mitarbeiter sich gerne daran beteiligen. Durch bildhafte Vergleiche und Symbole entfaltet die Zukunft eine Sogwirkung.

Hans-Peter Machwürth, PRBerater, Selbstverantwortung
Bild: © Hans Peter Machwürth

Statt Befehle zu erteilen, wird die Selbstverantwortung gestärkt, es werden Spielräume zur Gestaltung, zum kreativen und innovativen Denken und Handeln aufgezeigt. Durch Leadership entsteht ein Team aus Führungskraft und Mitarbeitern, die alle an einem Strang ziehen. Denn die Mitarbeiter bekommen durch geschicktes Führungsverhalten und persönliche Wertschätzung das Gefühl, die Zukunft mitgestalten zu können und durch ihre individuelle Leistung das Unternehmen voranbringen zu können.

Regelmäßige Evaluationen von Effektivität und Effizienz sichern langfristig den Erfolg. Denn so werden Probleme frühzeitig erkannt und bei Bedarf sofort gegengesteuert. Die Führungskraft hat zwar hohe Ansprüche an ihre Mitarbeiter – aber auch an sich selbst.

 

Über Hans-Peter Machwürth

Hans-Peter Machwürth ist Geschäftsführer des international agierenden Trainings- und Beratungsunternehmens Machwürth Team International (MTI Consultancy), Visselhövede (D) (Tel. 04262/93 12 -0; Internet: www.mticonsultancy.com; E-Mail: info@mwteam.de).

Katja Heumader

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