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Cloud-Computing: Lebendige Daten aus luftigen Höhen

Allerorts werden die Vorteile des Cloud-Computing hervorgehoben: Flexibel, innovativ und skalierbar soll es das Arbeiten machen. Wer jetzt nicht auf die Wolke setzt, hat den Trend verpasst – so heißt es. Viele Services agieren allerdings schon seit Jahren unabhängig vom Kundensystem. Dies trifft vor allem auf Anbieter mit leicht verderblicher Ware zu. Und damit ist nicht der Gemüsehändler ums Eck gemeint, sondern professionelle Wirtschaftsinformationssysteme, die nur so gut wie ihre Daten aktuell sind.

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Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Jeder, der über einen Mailprovider seine elektronische Post abholt, macht eine virtuelle Reise in die Wolke. Ganz ohne es zu merken. Die Cloud-Idee, dass der Kunde nicht seine gesamte IT-Infrastruktur anpassen muss, sondern auf die Ressourcen des Dienstleisters zugreift, gehört für Anbieter von Wirtschaftsinformationen zum Alltag. Sie bieten ihren Kunden Leistungen in Echtzeit an, was in diesem Fall Daten und Auswertungen in Echtzeit bedeutet. Dabei zeigt sich die Aktualität als einer der wichtigsten Faktoren. Michael Sperl, Geschäftsführer der databyte GmbH, erläutert: „Würden wir unseren Kunden tagesaktuelle Meldungen, Änderungen und Wechsel nicht eins zu eins und ohne Zeitverlust weitergeben, wäre das so, als würde der Bäcker am Montag frische Brötchen backen und sie erst am Freitag ausliefern.“ Das Informationssystem, in dem Kunden- und Wirtschaftsdaten verwaltet werden, sollte das pulsierende Herzstück eines Unternehmens sein. Hier laufen Kommunikationskanäle zusammen, denn aus den versammelten Daten schöpfen verschiedene Abteilungen wie Service, Marketing und Vertrieb ihre Informationen.

Wissen statt ahnen

Laut der Lübecker databyte GmbH ändern sich bundesweit jeden Tag rund 15.000 Personen- und Firmendaten, was besonders werbenden Unternehmen Steine in den Weg legt. Insolvenzen, Umfirmierungen, Sitzverlegungen und wechselnde Geschäftsführer sorgen für Qualitätsprobleme im eigenen Adressbestand: Falsche Rechnungsangaben, unzustellbare Briefe und unvollständige Kundeninformationen sind die Folge. Häufige Fehlzuordnungen und ungefüllte Datenbankfelder im Informationssystem führen zu Anschreiben wie „Sehr geehrter Frau Geschäftsführung“ oder „ABC Gesellschaft mit beschränkter Geschäftsleitung“. Das blamiert den Absender und schadet dem Image. Erhält ein und derselbe Empfänger ein Mailing gleich mehrfach an unterschiedliche Adressen, weil er z.B. in mehreren Firmen Geschäftsführer ist, entsteht schnell der Eindruck von unseriöser Massenwerbung. Werden potenzielle Käufer gar nicht erst in den Verteiler aufgenommen, ist dies genauso schlecht. Beides wollen Unternehmen vermeiden. Hinzu kommen die ökonomischen Aspekte haptischer Mailings: Belaufen sich die Stückkosten je Katalog auf circa drei Euro für Adresse, Druck und Versand, entsteht bei einem Aussand von zum Beispiel 20.000 Katalogen − wenn die Fehlerquote zehn Prozent über dem Durchschnitt liegt − bereits ein Schaden von 6.000,- Euro. Die tagesaktuelle Verknüpfung durch die Cloud mit einem professionellen Datensystem und dessen Archiv- und Überwachungsfunktion von Geschäftsvorgängen beugen dem vor.

Per Klick zu deutschen Wirtschaftslandschaft

Wirtschaftsinformationsanbieter verleihen dem unsichtbaren Netzwerk der deutschen Wirtschaft ein Gesicht: Ihr System erstellt ein Abbild der hiesigen Unternehmenslandschaft, das Strukturen, Veränderungen und Verzweigungen übersichtlich auffächert. Es zeigt nicht nur Daten und Fakten, die Historie und weitere Beteiligungen eines Unternehmens an, sondern auch den Werdegang und die unternehmerischen Schritte wichtiger Wirtschaftsköpfe. So erscheinen zum Beispiel durch einen einfachen Klick auf den Vorstandsvorsitzenden auch die Informationen, in welchen Aufsichtsräten er noch sitzt, welche Firmen er gegründet und welche er in die Insolvenz geführt hat. Neben den rein postalischen Angaben zu Name, Straße und Wohnort interessieren insbesondere bei Firmenadressen weiterführende Informationen zu Umsatz, Mitarbeiterzahl, Fuhrpark und Geschäftsführern. Das hilft, um Kontaktdaten möglichst zielgruppengenau aus einem umfangreichen Datenbestand herauszufiltern. Ein Anbieter von Büromöbeln etwa profitiert von einem Werbeversand an alle aktuell gegründeten Unternehmen in der Region, die mindestens 20 Mitarbeiter beschäftigen. Dabei spielt die Korrektur von fehlerhaften Firmenschreibweisen und eine integrierte Bonitätsprüfung eine wichtige Rolle: Bei der Rechnungsstellung ist die genaue Firmierung eines Unternehmens − nach GdPdU (Grundsätze zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unternehmen) − von erheblicher Bedeutung. Risikoadressen werden frühzeitig erkannt, unliebsame Forderungsausfälle vermieden und Porto gespart. Besonders kleine und mittlere Unternehmen tappen häufig in die Bonitätsfalle. Offene Forderungen lassen sich vermeiden, indem vor Vertragsabschluss eine Prüfung der Zahlungsfähigkeit des potenziellen Neukunden durchgeführt wird. Auch bei laufenden Aufträgen können Warnsignale finanzielle Schäden verhindern. Häufige Änderungen der Anschrift und Bankverbindungen sowie wechselnde Ansprechpartner weisen oftmals auf Liquiditätsprobleme hin. Dies bringt aber nur Vorteile, wenn das Wissen um Veränderungen schnell und klar aufbereitet bei den Verantwortlichen ankommt.

Per Pushdienst zu Daten in Echtzeit

Die Datenexperten von databyte gehen deshalb noch einen Schritt weiter und bieten durch ihren sogenannten Pushdienst eine Art Frühwarnsystem aus der Cloud an. Der Überwachungsservice informiert Abonnenten automatisch und tagesaktuell über relevante Veränderungen im eigenen Kundenstamm sowie bei der gesamten deutschen Wirtschaft und verhindert, dass zuvor bereinigte Daten wieder veralten. Nur ein topaktueller Datenpool eignet sich zur Steuerung von Service-, Marketing- und Vertriebsaktivitäten − kontinuierliche Pflege und Datensynchronisation sind Voraussetzung. Dies geschieht per Alert-System und Drop-in-Menü. Der Abonnent definiert hierfür individuelle Parameter: wie oft sollen Neuerungen eintreffen, deutschlandweit oder regional begrenzt, nur in Bezug auf Unternehmen mit einem gewissen Umsatz, einer bestimmten Mitarbeiterzahl oder Rechtsform, fuhrparkbezogen oder nur mit Blick auf aktive Kunden. Dies macht den Unterschied zu üblicher Software as a Service (SaaS) aus der Cloud. Diese zeigt sich meist standardisiert, da die Kunden auf gleiche Programme zugreifen und keine individuellen Lösungen mehr für ein Unternehmen entwickelt werden. databyte überschwemmt Wirtschaftsköpfe nicht mit hunderten von beziehungslosen Einzelinformationen, sondern schaut vorher, was der Kunde zu diesem Zeitpunkt gerade braucht, um strategisch zu planen. Studien und ausgewertete Hintergrundfakten runden diesen Support zu einem echten Wissensvorsprung ab.

Über databyte

Die databyte GmbH ist Anbieter einer innovativen Online-Applikation und verfügt mit rund 5 Millionen Firmenadressen und über 100 Millionen Einzelinformationen über eine der umfangreichsten Datenbanken für deutsche Wirtschaftsinformationen.

Unter www.databyte.de werden in einem Informationssystem Bonitätsauskünfte, Handelsregisterinformationen, Firmenprofile und Gewerbedaten tagesaktuell veröffentlicht. Die Produkte und Dienstleistungen von databyte bieten eine hohe Markttransparenz und werden genutzt für Unternehmensrecherchen, Kundenstamm-Monitoring, Forderungsmanagement und Neukundengewinnung. Im Rahmen der Datenverarbeitung legt databyte besonderen Wert auf die Einhaltung der Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetzes. Die selektierbaren Informationen sind ausschließlich für Gewerbetreibende abrufbar und bedürfen einer vorausgegangenen verifizierten Anmeldung.

(Borgmeier Public Relations 2012)

Marc Brümmer

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