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Licht für die Welt: Alternativen zur alten Glühbirne

Als das Glühbirnenverbot eingeführt wurde, war der Ärger in Deutschland groß und viele Verbraucher horteten regelrecht Glühbirnen, so lange sie noch erhältlich waren. Mittlerweile zeigt sich: Es war viel Wirbel um nichts, denn moderne Leuchtmittel sind längst in deutschen Haushalten angekommen.

Halogen als Alternative zur Glühbirne

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Die klassische Glühbirne hat ausgedient und wird durch Alternativen ersetzt (Foto: © Jupiterimages/Photos.com/Thinkstock)

Im kommenden Jahr müssen sich auch die letzten herkömmlichen Glühbirnen aus dem Handel verabschieden. Doch eine Aufregung wie beim ersten Glühbirnenverbot wird es vermutlich nicht mehr geben, denn moderne Leuchtmittel haben sich mittlerweile im ganzen Land durchgesetzt. Verbraucher haben die Wahl zwischen Energiesparlampen, LED und Halogenleuchten.

Gerade bei den Halogenlampen gibt es eine große Auswahl an verschiedenen Modellen, die der herkömmlichen Glühbirne zwar optisch ähneln, sich aber durch einen weit geringeren Stromverbrauch auszeichnen. Verbraucher schätzen an den Halogenlampen vor allem das weichere Licht gegenüber den als grell empfundenen Energiesparlampen, die sich nie so richtig durchgesetzt haben. Eine Halogenlampe bringt es auf eine Lebensdauer von durchschnittlich 2.000 Stunden. Niedrigvolt-Halogenlampen sogar auf 3.000 Stunden.

Stromsparmeister LED

Während Halogenlampen am ehesten die normale Glühbirne ersetzen, haben sich LEDs als Mittel zum individuellen Design durchgesetzt. Bunte LEDs bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in den eigenen vier Wänden, die bei so manchem ungeahnte kreative Kräfte freisetzen. Aber auch reguläre weiße LED-Leuchten zeichnen sich ähnlich wie die Halogenlampen durch ein warmweißes Licht und durch die hohe Energieeffizienz aus. Im besten Fall halten LED-Lampen bis zu 25.000 Stunden durch und verbrauchen dabei 80% weniger Strom als die früheren Glühbirnen.

Neue Stromsparziele sollen Druck erhöhen

Auch wenn Deutschland regelmäßig unter Strompreiserhöhungen ächzt: Die EU will den Druck zum Stromsparen noch weiter erhöhen. Zwar sollen keine weiteren konkreten Aktionen wie das Glühbirnenverbot eingeführt werden, doch die EU will weitere Maßnahmen zur Energiedämmerung einführen und den Stromverbrauch durch effizientere Haushaltsgeräte senken.

Allerdings stoßen die Pläne nicht überall auf Begeisterung: So warnte die EU-Kommission bereits vor den hohen Kosten, die diese Energiesparpläne mit sich bringen. Dazu gehören beispielsweise Zwangssanierungen von Altbauten, die wiederum die Mieten in die Höhe treiben und die zahlreichen „Ökodesign“-Vorschriften des Alltags. Nach dem Glühbirnenverbot erwägt die EU u.a. eine Begrenzung der Leistung von Staubsaugern und eine Einschränkung der Standby-Zeit von Kaffeemaschinen.

 

Oliver Foitzik

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