Energie & Umwelt

London baut Solarbrücke mit einer Leistung von 1.1 GW

Obwohl London nicht gerade für sein grünes Image bekannt war, könnte sich das bald ändern. Anfang Oktober haben die Bauarbeiten für 4.400 Solarmodule auf dem Dach der 281 Meter langen und 32 Meter breiten Blackfriars Bridge begonnen. Das Projekt wird nach seiner Fertigstellung im Frühling 2012 eine Nennleistung von 1,103 Gigawatt besitzen und 900 Megawattstunden Energie pro Jahr produzieren. Damit wird die Anlage 50% des Energieverbrauchs der ansässigen Zugstation abdecken. Das Ziel von dem verantwortlichen Solarunternehmen Solarcentury war es, so viele Solarmodule wie möglich auf das ungewöhnliche Dach der Brücke zu installieren. Zwischen den einzelnen 15 Meter langen Modulreihen existieren Zwischenräume von gerade mal 190 Millimeter. Neben der Installation der Solarmodule sollen an der neuen Zugstation außerdem Systeme zur Speicherung von Regenwasser und Lichtröhren zur natürlichen Beleuchtung der Station installiert werden. Insgesamt wird das Projekt 7,3 Millionen Pfund (8,3 Millionen Euro) kosten und ca. 511 Tonnen CO2-Equivalente einsparen.

Die erste Solarbrücke der Welt wurde 2009 in Australien errichtet. Die Kurilpa Footbridge in Brisbane besitzt 84 Solarmodule, die 38 Megawattstunden pro Jahr erzeugen und die Beleuchtung der Brücke mit Energie versorgen. Es gibt aber neben London auch andere Nachahmer in Europa. Am 6. Juni wurde ein Zugtunnel in Belgien auf ähnliche Art und Weise mit 16.000 Photovoltaik Modulen ausgestattet. Der Tunnel erzeugt auf einer Fläche von 50.000 Quadratmetern 3.300 Megawattstunden Strom pro Jahr. Jedes Jahr werden so 4.000 Züge komplett durch Solarstrom betrieben.

 

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