Energie & Umwelt

Lüftungsanlagen helfen beim Durchatmen

Wohnhäuser, Büroräume, Schulen – jedes Gebäude erfordert eine bestmögliche Belüftung. Bei Neubauten ist dies kein Problem, da bereits in der Planung eine effiziente Lüftungsmethode erarbeitet wird, welche später im neuen Haus integriert wird. Dank neuer Technologien können Lüftungsgeräte nun nicht nur effektiv in Neubauten genutzt werden. Mit Hilfe der Möglichkeiten, die dezentrale Lüftungsanlagen bieten, können auch Altbauten mit Frischluft versorgt und vor Schimmelbefall bewahrt werden.

Richtig Lüften: eine Wissenschaft für sich

Dieses Thema beschäftigt selbst die Forschung: Richtig Lüften im Büro. Wann ist es zu kalt, wann ist es zu warm? Und selbst wenn man zumindest quantitative, will heißen messbare, Antworten auf diese Frage gefunden hat, bleibt noch das subjektive Wärme-Kälte-Empfinden der lieben Kollegen. Mit anderen Worten, niemandem kann man es recht machen! Doch dank innovativer Technologien ist es möglich, Wohnräume sowie das Büro effizient und „richtig“ zu lüften und so auch zum Klimaschutz beizutragen.

Dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

Sei es beim Neubau oder bei der Sanierung eines Altbaus, bei der Frage nach einer Lüftungsanlage gibt es mehrere Punkte zu beachten. Prinzipiell können Lüftungsgeräte in allen Wohnräumen eingesetzt werden. Dabei ist allerdings eine geringe Lautstärke von enormer Wichtigkeit. Damit eine geräuscharme Inbetriebnahme gesichert ist, muss auf die Gerätegröße geachtet werden. In puncto Lärmemission gilt folgende Faustregel: Die Nennvolumenstrom des Lüftungsgeräts muss bei 70 Prozent des maximalen Volumenstroms liegen. Mit Volumenstrom ist das Volumen der Luft gemeint, die mit einer bestimmten Geschwindigkeit, in einer bestimmten Zeit durch einen Raum fließt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Thema Wärmerückgewinnung. Durch die Nutzung moderner Lüftungsgeräte wird Wärmeenergie freigesetzt, die man für einen bestimmten Zweck, zum Beispiel das Heizen, umleitet und damit schlussendlich Kosten spart. Bei einer dezentralen Lüftungsanlage werden 70 bis 75 Prozent der Energie aus der Abluft entnommen und der Zuluft zugeführt. Da diese Geräte vor allem raumweise verwendet werden, kann mit dieser Technologie die Energie effizient genutzt werden. Durch sogenannte Rekuperatoren, die in die Anlage eingesetzt werden, gibt die Abluft ihre Wärme an die kältere Zuluft ab und erwärmt diese. Unangenehme kalte Zugluft wird so verhindert.

Die Erfüllung beider wichtigen Anforderungen erscheint zunächst schwierig, doch moderne Lüftungsgeräte, wie zum Beispiel die Lüftungsanlage des deutschen Herstellers inVENTER vereint die Erwartungen – geräuscharm und wärmeeffizient. Dank verbauten Keramikspeicher, können diese Lüftungsanlagen bis zu 91 Prozent eigenständig an Raumwärme zurückgeben. Zwei Lüftungsgeräte arbeiten parallel. Während das erste Gerät die frische, saubere Außenluft einsaugt, filtert und erwärmt, saugt das zweite Gerät die verbrauchte Raumluft auf und führt sie nach außen ab. Eine Luftzirkulation ist hiermit auch ohne Stoßlüften garantiert und das Gebäude vor Schimmelbildung, Feuchtigkeit und schlechten Gerüchen geschützt.

Einsatzgebiete einer dezentralen Lüftungsanlage

Dezentrale Lüftungsanlagen werden insbesondere in Wohnräumen verwendet, welche die beste Luftqualität erfordern. Die Anlage arbeitet als Zuluft- und Abluftgerät. Durch eine voreingestellte Zeitdauer ändert die Anlage automatisch ihre Strömungsrichtung. Bei einer Einrichtung mit Überströmzonen, wird beispielsweise der Flur für eine gerichtete Durchströmung genutzt.

Eine dezentrale Lüftungsanlage sichert einen optimalen Luftaustausch.
Eine dezentrale Lüftungsanlage sichert einen optimalen Luftaustausch. (© Screenshot)

Im Gegensatz zur Lüftung mit Überströmzonen bietet die Einzelraumlüftung einen wirkungsvollen Luftwechsel in gesonderten Räumen, bei welchen ein hohes Geruchsrisiko nicht zu vermeiden ist, beispielsweise Pflegeheime, Küchen, Bäder.

Vorteile einer dezentralen Lüftungsanlage

Lüftungsanlagen versprechen neben der Vermeidung von Schimmelbildung auch ein vermindertes Allergierisiko. Durch eine ständige frische Luftzufuhr wird die Gesundheit sowie das allgemeine Wohlbefinden gefördert. Das ist vor allem in Großraumbüros unverzichtbar. Dezentrale Lüftungsanlagen bieten viele Vorteile, denn:

  • sie sind kostengünstiger als zentrale Lüftungsanlagen,
  • sie sind einfacher beim nachträglichen Einbau in Altbauten,
  • sie setzen geringe bauliche Maßnahmen voraus,
  • sie liefern eine effiziente Wärmerückgewinnung,
  • eine individuelle Luftsteuerung ist möglich.

Zentrale Lüftungsanlagen als Alternative

Zentrale Lüftungsanlagen können vor allem im Neubau eine kostengünstigere Alternative zu dezentralen Lüftungsanlagen sein. Bei einer Sanierung oder einer nachträglichen Installation im Altbau sollte man sich auf eine dezentrale Lüftungsanlage konzentrieren, da es sonst zu einem hohen finanziellen und baulichen Aufwand kommt.

Diese Alternative eignet sich vor allem für luftdichte Gebäude, wie Passivhäuser. Hier wird keine klassische Gebäudeheizung benötigt und das Risiko für eine Schimmelbildung ist hoch, weshalb eine zentrale Lüftungsanlage für den nötigen Luftwechsel sorgt.

Vorteile zentraler Lüftungsanlagen sind:

  • hohe Energieeinsparungen
  • geringe Lärmbelästigung
  • Klimatisierung der Zuluft
  • einzelne Regulierbarkeit der Räume

Welche Variante der Lüftungsanlage für Sie die richtige ist, bleibt am Ende Ihnen überlassen. Beide Varianten sind höchst wärmeeffizient und versichern Ihnen hohe Energieeinsparungen. Ein interessantes Feature haben wir noch für Sie: Die Lüftungsanlagen können nach Ihren Anforderungen eingestellt werden:

  • Die Anlage kann anhand des Lichtschalters in Betrieb genommen werden. Es stellt sicher, dass die Anlage eingeschaltet ist, sie aber oft unnötig Energie verschwendet, wenn man sich nicht im Raum aufhält oder vergisst das Licht und somit die Anlage auszuschalten.
  • Bei der zweiten Möglichkeit, wird die Anlage durch einen CO2-Sensor eingeschaltet. Dieser misst den CO2-Verbrauch und entscheidet selbstständig, ob es nötig ist Frischluft zuzuführen oder nicht. Diese Variante ist besonders effizient, da tatsächlich nur der benötigte Austausch stattfindet.
Lydia Hagen

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