Wirtschaft

Lufthansa nimmt 38 Maschinen aus der Flotte und verkauft Töchter

Die Lufthansa hat sich aufgrund wegbrechender Einnahmen einen Sparkurs verschrieben. Der Umsatz legte zwar im dritten Quartal um 6,7% zu, allerdings sank der Gewinn: Der operative Gewinn um 26,6% auf 575 Millionen Euro, der Reingewinn ging um 21,3% auf 494 Millionen Euro zurück. Zudem ist die Reisebranche für konjunkturelle Schwankungen sehr anfällig, da Unternehmen wie auch Private meist an den Reisekosten mit als erstes sparen.

Der Konzern hat nun angekündigt, 38 ältere Flugzeuge bis zum Jahresende zu verkaufen – doppelt so viele wie geplant. Allerdings werden nächstes Jahr auch neue Maschinen hinzulaufen, so sinkt die Gesamtzahl nur um sechs Flugzeuge. Unterm Strich werden dann nur 3% mehr Sitze angeboten, anstatt den bisher anvisierten 9%. Die größte Fluggesellschaft Europas will sich auch von defizitären Töchtern und Gesellschaften trennen. Dies dürften die britische Tochter British Midland (BMI) sein, sowie das chinesische Fracht-Joint-Venture Jade Cargo mit Shenzhen Airlines. Zur Disposition steht auch die IT-Tochter Lufthansa Systems. Die Aktionäre quittierten die Vorsicht der Lufthansa mit einem Aufschlag von 5,8% auf den Börsenkurs.
 

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