Energie & Umwelt

Lufthansa verzichtet vorerst wieder auf Biosprit-Beimischung

Die Lufthansa hat ihren Praxistest mit Biosprit beendet und kehrt wieder zu normalem Kerosin zurück. Insgesamt wurden 1.187 Flüge mit einer Beimischung von Bio-Kerosin durchgeführt. Die Lufthansa konnte damit 1.500 Tonnen CO2 einsparen, der Biosprit habe dabei auch seine Alltagstauglichkeit bewiesen. Die CO2 Ersparnis ist seit Anfang 2012 bares Geld wert: Die EU-Kommission verpflichtet seit Anfang des laufenden Jahres alle Fluggesellschaften, für Flüge von und nach Europa Emissionsrechte in Form von CO2-Zertifikaten zu kaufen. Je weniger CO2 ein Flugzeug ausstößt, desto günstiger wird es somit für die Airlines. Bio-Kerosin spart dabei rund 50% der CO2-Emissionen ein.

Das Problem ist allerdings, dass es derzeit aufgrund der begrenzten Menge an Raffinerien für Bio-Kerosin, die sich von denen für Biodiesel unterscheiden, nicht genügend Bio-Kerosin auf dem Markt gibt. Die Lufthansa legt dabei auf nachhaltig produzierten Bio-Kraftstoff wert. Erst wenn genügend Raffinerien in Betrieb seien, so die Fluglinie, soll dann „in näherer Zukunft“ auch „eine gewisse Menge Biokraftstoffe“ in den Flugzeugen eingesetzt werden. „Wir werden den Praxiseinsatz erst fortsetzen, wenn wir nachhaltige und zertifizierte Rohstoffe in den erforderlichen Mengen sicherstellen können.“

 

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