Finanzmarkt

Auf Kursentwicklungen wetten – binäre Optionen in einer Kurzzusammenfassung

Kurz erklärt: Wie funktionieren binäre Optionen und das Wetten auf Kursentwicklungen?

Die Sicherheit von Finanzanlagen hat vor dem Hintergrund der großen Finanzkrise 2008 und den seitdem volatilen Finanzmärkten eine neue Bedeutung erhalten. Steigende Nachfrage – wenn gleich auf nach wie vor niedrigen Niveau – haben dabei nachhaltige Geldanlagen erfahren. Die Nachhaltigkeit bei Finanzanlagen zeichnet sich dadurch aus, dass die klassischen Kriterien Sicherheit, Rentabilität und Liquidität um die Bereiche Good Governance und ökologische Nachhaltigkeit ergänzt werden. Nachhaltige Geldanlagen machen in Deutschland derzeit allerdings nur rund 0,9% des gesamten Marktvolumens aus, in Belgien sind es über 20% und in den Niederlanden sogar über 30%.

Ein kontroverses Thema sind in diesem Zusammenhang auch Spekulationen auf dem Finanzmarkt und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Nichtsdestotrotz werden zur Absicherung von Geschäften der Realwirtschaft oftmals auch „exotischere“ Finanzprodukte eingesetzt, um etwaige Risiken im internationalen Handel, wie beispielsweise aufgrund der täglichen Währungsschwankungen, durch sogenanntes „hedgen“ zu minimieren. Ein ähnliches Finanzprodukt, das weiterer Erklärungen bedarf, sind sogenannte „binäre Optionen“. Im Folgenden eine kurze Erklärung dieses verhältnismäßig neuartigen Finanzinstruments.

Das Prinzip:

Binäre Optionen oder auch digitale Optionen sind vergleichsweise neuartige Finanzinstrumente, mit denen Händler sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren können. Dabei können binäre Optionen im Gegensatz zu klassischen Optionen schon mit sehr geringem Kapitaleinsatz gehandelt werden. Die binären Optionen waren bis vor kurzem nur institutionellen Anlegern und Brokern vorbehalten, stehen nun aber auch allen anderen Anlegern zur Verfügung.

Die grundlegende Idee ist, von den Kursänderungen der Basiswerte zu profitieren. Geht der Händler von steigenden Kursen aus, so kauft er eine Call-Option. Mit Put-Optionen wird entsprechend auf fallende Kurse gesetzt. So muss lediglich vorhergesagt werden, ob ein Asset wie eine Devise, Aktie, Rohstoff oder Index einen Kursanstieg oder Kursverfall verzeichnet. Dabei wählt der Händler selbst den Basiswert, den Anlagebetrag und den Verfallzeitpunkt. Wird die Preis-/Kursrichtung korrekt prognostizieren, erhält man je nach Anbieter einen Gewinn von meist zwischen 65% bis 85% des Einsatzes. Wird die Kursentwicklung falsch eingeschätzt, bieten viele Anbieter eine Rückzahlung von bis zu 15% des Einsatzes als Absicherung. Dabei kommt es nur darauf an, ob die vorhergesagte Kursentwicklung am Ende des Verfallzeitpunkts eingetreten ist oder nicht, die Höhe der Kursbewegung des Basiswerts ist dabei unerheblich.

Mit der steigenden Anzahl an Brokern und Handelsplattformen für binäre Optionen erhöht sich auch laufend die Vielfalt der verfügbaren Handelsarten und Zusatzfunktionen. Spezialisierte Finanzdienstleister erklären dabei fortlaufend die neuesten Trends.

Weitere Fachinformationen einholen:

Das Risiko entsprechender Finanzmarktprodukte ist allerdings aufgrund der Volatilität der Finanzmärkte verhältnismäßig groß. Es empfiehlt sich daher, sich vor Gebrauch detailliert mit den entsprechenden Finanzprodukten und deren Folgen – u.a. auch die kontroverse Diskussion über die Pro und Contras für die Realwirtschaft – auseinanderzusetzen und entsprechende Fachinformationen einzuholen.

(mb)

Marc Brümmer

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