Finanzmarkt

Tagesgeld Hopping – worauf man bei der Jagd nach hohen Zinsen achten muss

Vor dem Hintergrund volatiler und verunsicherter Finanzmärkte gewinnen klassische Anlageformen, die mehr Sicherheit versprechen, wieder an Attraktivität. Ein klassisches Modell ist hierbei das Tagesgeldkonto.

Bild: Petra Bork / pixelio.de

Diese Anlageform gewährleistet eine verhältnismäßig hohe Sicherheit und weist höhere Zinsen auf als Sparbuch- und Girokontoeinlagen. Zudem kann der Kontoinhaber täglich (während des normalen Geschäftsablaufs einer Bank) in beliebiger Höhe über sein Guthaben verfügen. Allerdings wird das Konto als reines Guthabenkonto geführt und kann nicht überzogen werden. Auch ist es meist nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen. Das Tagesgeld unterliegt dabei in der EU der Einlagensicherung des jeweiligen Landes.

Einlagensicherung:

1. Die gesetzliche Einlagensicherung: Nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz, der gesetzlichen Einlagensicherung (siehe Bundesministerium der Justiz ), sind Beträge bis zu 100.000 Euro zu 100% geschützt.

2. Die freiwillige Einlagensicherung: Darüber hinaus bieten einige Banken auch spezielle Einlagensicherungsfonds an. Diese eigenen Systeme zur Sicherung der Kundengelder sichern teilweise deutlich höhere Summen als die 100.000 Euro der gesetzlichen Einlagensicherung ab.

Variable Zinssätze:

Die Bank darf die Höhe des Zinssatzes täglich ändern. Dies ist einer der deutlichsten Unterschiede von Tagesgeldkonten zu beispielsweise einer Festgeldanlage, bei der der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum festgeschrieben und damit garantiert wird. Allerdings garantieren manche Banken ihren Neukunden auch einen festgelegten Zinssatz auf ihr Tagesgeldkonto für eine gewisse Zeit (beispielsweise drei oder zwölf Monate). Nach Ablauf dieser Garantiezusage (Laufzeit) wird das Guthaben dann allerdings variabel zu dem dann üblichen Zinssatz verzinst. Die aus der Anlage erzielten Kapitalerträge müssen – soweit sie den Sparerfreibetrag überschreiten – versteuert werden. Die Banken führen diese Abgeltungssteuer auf die Zinserträge automatisch an das Finanzamt ab, ohne dass der Sparer aktiv werden muss.

Tagesgeld Hopping:

Aufgrund der variablen Zinssätze bietet sich beim Tagesgeldkonto das sogenannte „Tagesgeld Hopping“ an. Hierbei sucht sich der Kunde immer genau das Angebot aus, das für ihn den größtmöglichen Betrag in Aussicht stellt und den größten Gewinn verspricht. Der Anbieter wird also in unregelmäßigen Abständen gewechselt, um jederzeit die höchst möglichen Zinsen zu bekommen. Dabei muss allerdings mit einkalkuliert werden, dass manche Anbieter Abschlussgebühren verlangen. Auch festgelegte Laufzeiten verhindern diese Taktik. In die Rechnung können andererseits aber auch lukrative Prämien bei einem Wechsel miteinberechnet werden. Um kostspielige Fehler zu vermeiden, sollte daher im Vorfeld auf detailliertes Hintergrundwissen zurückgegriffen werden. Zahlreiche Finanzdienstleister bieten mittlerweile Online ihr Wissen und ihre Unterstützung beim Tagesgeld Hopping an. Die Basisinformationen sind dabei in der Regel kostenfrei online einsehbar, so zum Beispiel auch bei tagesgeldzinsen.com.

(mb)

 

Marc Brümmer

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