Management

Managing Diversity (1): Über den Umgang mit Vielfalt in internationalen Teams

„Managing Diversity – Marinda Seisenberger, Managing Diversity, Diversity, Vielfalt, internationalSo führen Sie Ihr Unternehmen durch gelebte Diversity erfolgreich in die Zukunft“ – Start der neuen Themenserie von Marinda Seisenberger. Um dem Thema Diversity gerecht zu werden, wird die Themenserie in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. You can find the English version on page 3.

Teil 1: DIVERSITY – so viel mehr als Frauenquote

Quotenfrauen, Frauenquote, mehr Frauen in Führungspositionen, in die Aufsichtsräte und auf die Top-Vorstandsstellen dieses Landes! Dies sind die Schlagzeilen, die überall zu hören und zu lesen sind. Verbreitet werden sie von Politikern, Medien, und vielen anderen, die sich dieser Debatte publicity-wirksam anschließen. Das Ganze firmiert dann unter dem Deckmantel des für viele noch dubiosen Wortes “Diversity”.

Für mich ein Anlass, als Einstieg in meine Diversity Themenserie näher zu erläutern, was Diversity denn nun wirklich alles umfasst. Diversity ist nämlich so viel mehr als eben z. B. die Frauenquote. Diversity wird leider sehr oft in den Köpfen der Menschen, vor allem aber in den Unternehmen, als der „böse Wolf“ des Geschäftslebens angesehen. Ein wahres Dilemma, das Unternehmen aufgrund der massiver werdenden Auflagen und gesetzlichen Regelungen zur Implementierung von Diversity etrem fordert.

Es lebe das Anders-Sein

Die meisten Menschen denken nämlich, Diversity umfasse nur die folgenden Bereiche oder eine Mischform dieser Bereiche: Verschiedene Rassen, ethnische Zugehörigkeiten, Gender (Geschlecht), sexuelle Orientierungen, sozial-ökonomische Stellung, Alter, physische Fähigkeiten, religiöse und politische Einstellungen oder andere Ideologien. Das stimmt auch durchaus alles. Aber Diversity in ihrer Grundform bedeutet einfach ANDERS-SEIN. Anders als die Norm, unterschiedlich. Das ist per se natürlich nichts Schlechtes, sondern eben, ja „anders“. Moderne, weiterdenkende Leader und Unternehmen positionieren Diversity bereits als eine Philosophie, die Unterschiede und Anders-Sein bewusst annimmt und lebt. Im zweiten Schritt geht es dann darum, wie mit diesen Unterschieden, diesem „Dilemma“ unternehmensintern umgegangen wird. Ich nenne das „learning to dance to the Diversity Dilemma“. Und ein Tanz ist ja immer etwas aus dem Herzen kommendes, freudvolles, nicht wahr? Unternehmen, die diese Philosophie integrieren und leben, werden feststellen, dass Diversity ein wahrer Innovations- und Kreativitätstreiber sein kann. Gelebte Vielfalt bringt so viele Erfolgsfaktoren mit sich: Exzellentes Image, zufriedene Kunden durch gemeinsame, großartige Leistungen.

„A donkey with a load of holy books is still a donkey” (Sufi saying)

Diversity voranzutreiben ist so viel mehr als nur gerade mal „das richtige“ zu tun. Damit Diversity in Unternehmen richtig funktioniert, bedarf es des vollen Engagements der Führung und des Managements. Das ist eine klassische „top down“ Verantwortung, die von ganz oben nach ganz unten durchgängig getragen sein muss. Denn nur so ist das volle Greifen des „Diversity“ Gedankens wiederum von unten nach oben möglich.

Marc Brümmer

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