Einsichten & Ansichten

Margit Hertlein: Humor in der Wirtschaft (19): Prinz Peinlich

Die Grenzen des Humors

Knochentrockener britischer Humor, den man sehr gut, sehr witzig finden kann, der aber auch sehr verletzend sein kann. Als ewiger Prinz kann man sich es vermutlich leisten, mal eben ein paar Millionen Menschen vor den Kopf zu stoßen, als normaler Mensch sollte man nicht derart großzügig Angriffsflächen bieten, nach dem Motto: Wenn Du schon kein gutes Beispiel sein kannst – dann sei wenigstens eine grausame Warnung.

Der bitterböse Witz hat beim lockeren Smalltalk im Büro, beim Geschäftsessen, der Jahrespressekonferenz oder der Rede vor dem Betriebsrat nichts zu suchen. Zu groß ist die Gefahr, dass einer die Pointe in den falschen Hals bekommt oder – noch schlimmer – nicht feststellt, dass es sich um einen Witz handelt.

Gar nicht damenhaft

Die Gefahr besteht, weil Humor und Witz keine absoluten Größen sind. Unterschiedliche Menschen finden unterschiedliche Dinge unterschiedlich lustig. Abhängig sind der Sinn für und die Art des Humors unter anderem von Kulturen, sozialen Schichten, Milieus und vor allem Geschlechtern. Die humoristische Differenz zwischen Mann und Frau soll hier am meisten interessieren – immerhin prallt da humortechnisch die eine Hälfte der Menschheit auf die andere.


Mehr über den unterschiedlichen Humor von Männern und Frauen erfahren Sie auf Seite 3.

Christoph Schroeder

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