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Margit Hertlein: Humor in der Wirtschaft (21): I feel good (Teil 1)

Humor im Unternehmensalltag
Margit Hertlein: Expertin für den humorvollen Blick auf den Unternehmensalltag (Bild: Fotostudio Hellhörig)

… aus der wöchentlichen Themenserie  „Jetzt mal im Spaß – Humor in der Wirtschaft” von der Expertin für den humorvollen Blick auf den Unternehmensalltag und leidenschaftlichen Autorin, Rednerin und Trainerin Margit Hertlein. Nach „Führung leicht gelacht“ folgt heute: I feel good (Teil 1)”.

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Der legendäre Soulsänger James Brown konnte es sich locker leisten, sein „I feel good“ in die Welt hinaus zu rufen. In Firmen ist die gute Laune eher verdächtig. Stichwort: „Hat der nicht genug zu tun?“ oder „Wer lacht, hat noch Reserven“. Aber es gibt Ausnahmen. Heute bemühen sich Unternehmensleitungen aktiv darum, dass die Stimmung in der Truppe gut ist, und zwar generalstabsmäßig. Feelgood-Management heißt das Zauberwort zahlreicher junger Start-Ups und es handelt sich tatsächlich um eine Arbeitsplatzbeschreibung. Noch ist es eine Exotenposition, und die Zahl derer, die professionell für gute Laune in den Großraumbüros sorgen, ist überschaubar. Aber: der Feelgood-Manager ist im Kommen und bald wird es wahrscheinlich die erste Fachhochschule geben, die in sechs Semestern erklärt, wie man Mitarbeiter bei Laune hält.

Die Unternehmen, die zur Feelgood-Avantgarde gehören, tun das nicht aus reiner Menschenfreude, es geht ums Geld verdienen. Und das klappt eben am besten, wenn die Angestellten zufrieden, fröhlich und gut gelaunt sind. Sie sind dann motivierter, kreativer und überhaupt viel öfter da. Wer im Job zufrieden ist, wird deutlich weniger krank. In den vergangenen Jahren hat sich mit Blick auf das Verhältnis Chef-Belegschaft eine mittelschwere Revolution ereignet.  Früher hieß es: hat der Chef gute Laune, haben die Angestellten gute Laune. Heute wird das Pferd andersrum aufgezäumt. Geht es den Mitarbeitern gut, geht es dem Chef bald besser. Dann rollt der Rubel nämlich.


Lesen Sie auf Seite 2: Wenn Captain Chaos für gute Laune sorgt und die Geste zählt.

Christoph Schroeder

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