Regionales

Marktüberwachung Chemikalien: 85% der Handelsprodukte ungenügende Angaben

Im Rahmen der Marktüberwachung im Bereich Chemikaliensicherheit hat das Baden-Württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft die Ergebnisse der 2010 überprüften Produkte veröffentlicht. Unter den 264 untersuchten Produkten befanden sich 36, die nicht den Richtlinien entsprachen. Unter anderem wurden Thermoskannen auf Asbest, Kunststoffe und Metallerzeugnisse auf Cadmium sowie Klebstoffe auf Lösungsmittel untersucht. Dabei wurde ermittelt, dass eine Kanne, fünf Verpackungen und zwei Klebstoffe nicht den vorgegebenen Schutzrichtlinien entsprachen.

Des Weiteren wurden 69 Handels-Produkte geprüft, um zu ermitteln, ob die Unternehmen richtige Angaben über die in den Produkten enthaltenen Weichmacher und Flammschutzmittel gemacht hatten. Getestet wurden unter anderem Produkte für Autos und den Haushalt. Bei 85% gaben die Hersteller fehlerhafte Angaben zu dem Anteil der chemischen Stoffe in ihren Produkten an. Davon gaben 24 falsche Werte an und fünf von ihnen gaben keine Auskunft über ihre verarbeiteten chemischen Stoffe. Korrekte Auskunft über die gesundheitsschädliche Weichmacher oder Flammschutzmittel erteilten lediglich fünf Unternehmen.  Die Marktüberwachungsbehörden in Baden-Württemberg haben erkannt, dass in diesem Bereich ein Informationsbedarf besteht und werden dem steigenden Beratungs- und Überwachungsbedarf nachkommen.

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