Regionales

Mecklenburg-Vorpommern: Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf absolut notwendiges Maß minimieren

"Ohne den Einsatz moderner Pflanzenschutzmittel ist es nicht möglich, den Nahrungsbedarf der Bevölkerung sicherzustellen. Selbstverständlich muss dabei die Unbedenklichkeit für die menschliche und tierische Gesundheit oberste Priorität haben. Im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft muss es unser gemeinsames Ziel sein, ähnlich wie schon beim Einsatz von Antibiotika, zu einer Minimierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes auf das absolut notwendige Maß zu kommen", sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus angesichts der aktuellen Diskussion um den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln.

Glyphosat gehört zu den weltweit toxikologisch am umfangreichsten untersuchten Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen. Es ist seit vielen Jahren in einer Reihe von national und international zugelassenen Pflanzenschutzmitteln enthalten. Wendet man sie an, können Rückstände in Erntegütern, vor allem bei Getreide, auftreten bzw. in Lebensmitteln, die durch Weiterverarbeitung oder Verfütterung des Korns entstehen.

Nach aktueller Einschätzung des Bundesamtes für Risikobewertung ist das Auftreten solcher Rückstände möglich, aber gesundheitlich unbedenklich und gemäß der Pflanzenschutzmittel-Gesetzgebung auch zulässig, wenn die gesetzlich festgelegten Höchstgehalte nicht überschritten werden.

"Um die Einhaltung der Grenzwerte zu überwachen, werden in Deutschland – selbstverständlich auch in Mecklenburg-Vorpommern – umfangreiche Kontrollen im Hinblick auf Rückstände von Glyphosat durchgeführt. In den mehr als 50 untersuchten Lebens- und Futtermittelproben der vergangenen beiden Jahre hat es in Mecklenburg-Vorpommern keine Überschreitung der gesetzlichen Höchstmengen gegeben. Sofern überhaupt Rückstände aufgefunden wurden, lagen diese deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten. Die untersuchten Lebensmittel aus Getreiderohstoffen enthielten überhaupt keine Glyphosatrückstände", so der Landwirtschaftsminister. Sollte es neue wissenschaftliche Erkenntnisse über eine mögliche Gefährdung für Menschen und Tiere durch den Einsatz derartiger Pflanzenschutzmittel geben, wird dies von den für die Zulassung zuständigen Bundesbehörden entsprechend zu bewerten sein. "Unabhängig davon werden wir den Einsatz glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel weiter mit entsprechenden Kontrollen überwachen", sagte Dr. Backhaus.
 

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