Regionales

Medienbildung im virtuellen Studio der TU Ilmenau

Am 24. Juni lernen Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern an der Technischen Universität Ilmenau praxisnah elektronische Medien kennen. Sie erleben, wie Fernsehsendungen im virtuellen Studio produziert werden, sie dürfen selbst Regie führen, Klänge gestalten und am Grafikcomputer dreidimensionale Objekte simulieren. Aber sie erfahren auch Wissenswertes über Medienrecht, Jugendmedienschutz und Gefahren der Mediengesellschaft. Mit dem Exkursionstag an der TU Ilmenau startet das gemeinsame Fortbildungsangebot der Universität und des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) zur Medienbildung an Thüringer Schulen.

TU Ilmenau und Thillm haben eigens zehn Module erarbeitet, in denen Schülerinnen und Schülern kritische Medienkompetenz in den Bereichen Fernsehen, digitale Spiele, Internet, Handy und Hörmedien vermittelt wird. Gleichzeitig werden ihnen Berufe und Studienmöglichkeiten im Medienbereich vorgestellt und sie erfahren, wie Medien beim Lernen helfen können.

Thillm-Direktor Dr. Andreas Jantowski hebt hervor, dass die Veranstaltung Schülern und Lehrern Gelegenheit zum Austausch darüber bietet, wie Medienbildung in der Schule weiter gestaltet werden kann: "Schulen können zwar keine Apparaturen auf so hohem technischen Niveau anbieten, wie sie die TU Ilmenau hat. Ich bin aber sicher, dass man auch in der Schule mit und an Medien entdeckend lernen kann." Dass Schülerinnen und Schüler sich mehr Arbeit mit Medien in der Schule wünschen, bestätigte die Online-Umfrage "Medien in der Schule", die das soziale Jugendnetzwerk schuelerVZ im Sommer vergangenen Jahres unter 6.000 Jugendlichen durchgeführt hat. In der Begeisterung von jungen Menschen für Medien sieht Andreas Jantowski eine Chance, ihre Motivation zu steigern, sich mit entsprechenden Lerninhalten auseinander zu setzen. Dazu müssten auch außerschulische Partner und Lernorte stärker einbezogen werden, so wie am 24. Juni die TU Ilmenau.

An dem Exkursionstag sind Lehrerinnen und Lehrer beteiligt, die am thüringenweiten Fortbildungsprojekt des Thillm zur Implementierung des integrativen Kurses Medienkunde teilnehmen. Medienkunde wird in Thüringen nicht als eigenständiges, klar umrissenes Unterrichtsfach unterrichtet. Den Schulen wird lediglich vorgegeben, welche Medienkompetenz sie den Schülern vermitteln sollen. Wie die vorgegebenen Ziele erreicht werden, entscheiden die Schulen eigenständig. Der Kurs Medienkunde wird in allen Thüringer Schulen künftig von Klassenstufe 5 bis 10 unterrichtet. Die Schüler lernen beispielsweise, wie sie mit den verschiedensten Medien im Internet gezielt nach Informationen suchen können. Der Kurs schärft aber nicht nur ihre Medienkompetenz, er vertieft auch ihre Allgemeinbildung in den Bereichen Datensicherheit und Urheberrecht.

Quelle: Technische Universität Ilmenau

 

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