Tipps & Tricks

Mehr Transparenz und Rechtssicherheit in der Finanzberatung

Die Folgen der, durch den Zusammenbruch der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ausgelösten, globalen Finanz- und Wirtschaftskrise sind insbesondere für die Finanzberater-Branche heute noch spürbar. Bei Fragen nach der passenden Geldanlage, Versicherung oder Altersvorsorge möchten die Kunden zurecht sehr genau wissen, welchem Berater sie ihr Geld anvertrauen können. Die in diesem Jahr vom Bundesministerium für Verbraucherschutz verabschiedeten Gesetze verschaffen dem Kunden zukünftig mehr Transparenz und Rechtssicherheit.

Fokus richtet sich auf die Beratung

Compliance, Kooperation, Mittelstand
Gerade in Geldfragen vor Vertragsabschluss vergleichen, informieren und beraten lassen (Bild: Jorma Bork / pixelio.de)

Der Begriff „Finanzberater“ dient in allererster Linien als Berufsbezeichnung für einen Dienstleister, der Kunden über Geldanlagen, Kredite und Versicherungen berät. Der Fokus seiner Tätigkeit sollte, wie der Begriff konnotiert, auf die Beratung richten. Aus diesem Grund sollten Berater wirklich unabhängig sein, das heißt sie sollten auf Honorarbasis arbeiten.

Erste wichtige Schritte in Richtung Transparenz

Die Finanzdienstleistungsbranche erlebte in jüngster Zeit viel Aufmerksamkeit durch den Gesetzgeber. Mithilfe verschiedener Novellierungen sorgte er dafür, dass das Berufsbild Finanz- beziehungsweise Vermögensberater an Schärfe gewinnt. So gibt es inzwischen Mindestausbildungskriterien und besondere Auflagen. Und mit dem kürzlich verabschiedeten Gesetz zur Honorarberatung wurde in diesem Sektor ein neues Berufsbild geschaffen. Diese Gesetze sind schon mal erste wichtige Schritte in Richtung Transparenz.

Nicht auf den Gesetzgeber allein vertrauen

Kenner der Finanzdienstleistungsbranche warnen jedoch davor allein auf den Gesetzgeber zu vertrauen. So sollten potenzielle Klienten daran denken, dass nicht jeder Finanzberater eine individuelle und auf die Bedürfnisse des Kunden optimale und bedarfsgerechte Lösung aus einer Hand anbieten kann. Denn grob zusammengefasst ist ein Finanzberater nichts anderes als ein Makler, der über die verschiedenen Produkte unterschiedlicher Anbieter informiert, seine Vergütung aber direkt mit dem Verkauf dieser Produkte verknüpft. Finanzexperten sehen hier oft einen möglichen Interessenskonflikt und in der Honorarberatung eine durchaus interessante Alternative.

Vergleichen, informieren, beraten lassen

Aus diesem Grund sollten an eine Finanzberatung Interessierte selbst vergleichen, informieren und sich gegebenfalls unverbindlich beraten lassen. Hierzu finden sich im Internet zahlreiche Online-Portale, unter anderem auf www.bundesweitefinanzberatung.de/finanzberater/.

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.