Wirtschaft

Miele verzeichnet Rekordumsätze, will in die Medizintechnik einsteigen

Der weltweit agierende Haushaltsgerätehersteller Miele hat „erfreuliche“ Umsatzzahlen für das Geschäftsjahr 2010/2011 veröffentlicht. Das Umsatzvolumen ist im Vorjahresvergleich um vier Prozent auf 2,95 Milliarden Euro angestiegen. Das ist der größte Firmenumsatz seit der Gründung der Firma 1899. Der Umsatz im Heimatland Deutschland wuchs um drei Prozent auf 865 Millionen Euro an und bildet einen beständigen Anteil am weltweiten Umsatz in Höhe von 29,6%. In den skandinavischen Ländern, aber vor allem in den Märkten außerhalb Europas, wie z.B. der USA, Kanada, Singapur oder Südkorea, ist der Absatz von Miele Geräten prozentual kräftig angewachsen, zum Teil sogar zweistellig. Insgesamt wuchs der Umsatz im Ausland um 4,6% auf 2,06 Milliarden Euro. Besonders die Nachfrage nach hochwertigen Kücheneinbaugeräten im oberen Preissegment trieben den Umsatz nach oben. Umsatzprognosen für das laufende Jahr wollte sich Miele wegen der Unsicherheit der Finanzmärkte und Konsumenten nicht erlauben.

Der Hausgerätehersteller will sich jedoch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen und stößt in neue Branchen vor. Das Unternehmen, das im Moment 16.600 Angestellte beschäftigt, will mithilfe von Reinigungs-, Desinfektions- und Sterilisationsautomaten für medizinische Gerätschaften und Labortechnik, seinen Anteil an der Medizinbranche ausbauen. Die Sparte „Miele Professional“ zu dem die zuvor genannten Automanten, als auch gewerbliche Waschmaschinen und Geschirrspüler gehören, sprengte mit 307 Millionen Euro Umsatz zum ersten mal im letzten Geschäftsjahr die 300-Millionen-Grenze.

Traditionell gab Miele keine genauen Angaben zu dem Gewinn des Unternehmens. Pressesprecher Carsten Prudent deutete jedoch ein positives Ergebnis bei dem notorisch bescheidenen Unternehmen an. Er bewertete den Gewinn als „auskömmlich“.

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