Wirtschaft

Milliardengrab Hypo Real Estate verschlingt weitere 50 Mrd. Euro

Die Rettung der Skandal- und Pleitebank Hypo Real Estate (HRE) könnte für den deutschen Steuerzahler noch weitaus teurer kommen als er ohne hin schon bezahlen musste. Nach Informationen des Magazins „Der Stern“ existiert bei der staatlichen „Bad Bank“ der HRE, in die alles schlechte ausgegliedert wurde und die beschönigend „FMS Wertmanagement“ heißt, ein Ausfallrisiko von rund 50 Milliarden Euro. Der Darmstädter Professor und Bankenexperte Dirk Schiereck im Gespräch mit dem Magazin Der Stern: „Verluste in der Größenordnung von 50 Milliarden Euro sind realistisch. Ich glaube nicht, dass das weniger wird.“ Sowie: „Die Qualität des Portfolios ist erschreckend schlecht.

Das Bundesfinanzministerium ist dahingegen deutlich optimistischer und geht davon aus, dass die bisherige Rückstellungssumme von 3,87 Milliarden Euro die zu erwartenden Verluste der FMS Wertmanagement abdecken würde. Zu den risikobehafteten Anlagen zählen unter anderem: Anleihen zur Absicherung des Hurrikanrisikos in Florida, umfangreiche Immobilienkredite im Raum Tokio, Anleihen zur Absicherung von US-Studentendarlehen und zwei Kreditlinien an die finanziell angeschlagene Holding Dubai World, unter anderem die Bauherrin der gigantischen künstlichen Inselwelt, die sich inzwischen als wenig lukrativ erwiesen hat.
 

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