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Missgeschicke: Souverän damit umgehen

… aus der zweiwöchentlichen Themenserie “Anders denken” von Nicola Fritze.

Nicola Fritze / Motivation / Stress / Alltag
Bild: Nicola Fritze

Erinnern Sie sich an ein Missgeschick, das Ihnen so richtig, richtig peinlich war, als es passiert ist? So unangenehm, dass Sie sich innerlich gewunden haben, vielleicht sogar rot geworden sind? Dass Sie sich richtig geschämt haben? Denken Sie einmal zurück, wie Sie sich damals gefühlt haben.

Und heute? Wie geht es Ihnen heute, ein paar Jahre später, wenn Sie auf diesen Moment zurückschauen? Finden Sie ihn immer noch so peinlich, so schlimm wie damals? Oder schauen Sie eher mit einem Lachen auf Ihr Missgeschick zurück?

Missgeschicke in der Rückschau weniger dramatisch

Den meisten Menschen geht es so, dass sie ihre Missgeschicke in der Rückschau nicht im Ansatz als so dramatisch empfinden wie in dem Moment, in dem ihnen das Missgeschick geschehen ist. Im Nachhinein ist es leichter, ein unangenehmes Ereignis in Relation zu seiner tatsächlichen  Bedeutung zu sehen. Das gilt übrigens nicht nur für peinliche Ereignisse. Auch traurige Momente, Momente des Verlustes oder des Zorns sind in der Rückschau meist weniger schlimm als zu dem Zeitpunkt ihres tatsächlichen Geschehens.

Die Zeit nimmt unangenehmen, emotionalen Ereignissen also häufig ihre Schärfe. Nun können Sie sich fragen: „Was will die Fritze mir mit dieser Binsenweisheit sagen!?“ Und ich sage Ihnen: diese Binsenweisheit können Sie auf clevere Weise für sich nutzen! Und zwar immer dann, wenn Sie in Ihrem Leben einen unangenehmen Moment erleben. Wenn Sie vor Scham im Boden versinken möchten, wenn der Zorn an Ihnen frisst, wenn Sie das Gefühl haben, alles läuft schief.

Wie das geht? Sie denken in diesem unangenehmen Moment einfach daran, wie Sie wohl in einem, fünf oder zehn Jahren auf dieses Ereignis schauen werden. Sie fragen sich: Werde ich über mein Missgeschick lachen? Erinnere ich mich vielleicht gar nicht mehr an meinen Zorn? Oder werden Sie den Kopf über sich selbst und Ihre emotionale Reaktion schütteln?

Begeben Sie sich in die Zukunft

Dieser einfache Trick, dieses Hineinversetzen in die Zukunft, hilft Ihnen dabei, dem Moment der Gegenwart seine Schärfe zu nehmen. Sie gewinnen emotionalen Abstand zu sich selbst und verändern die Perspektive. Das kann idealerweise dazu führen, dass Sie schnell wieder zu sich selbst finden. Das gilt vor allem dann, wenn Sie merken, dass Ihre momentane Emotion später in Ihrem Leben keinerlei Rolle spielen wird. Dieser Gedanke kann sehr gut tun und Ihnen gerade in Momenten des Zorns, der Trauer oder der Scham die Souveränität sich selbst wie Anderen gegenüber zurückgeben.

Also: katapultieren Sie Ihre Gedanken in die Zukunft, wenn Sie das nächste Mal einen richtig unangenehmen Moment erleben. Wechseln Sie bewusst die Perspektive und verlassen Sie so für einen kurzen Moment die Gegenwart, die Ihre Emotionen gefangen hält. So gewinnen Sie Abstand zu Ihren momentanen Gefühlen. So wird es Ihnen leichter fallen, selbstsicher und souverän mit unangenehmen Situationen umzugehen.

Ihre Nicola Fritze

 

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Zu Nicola Fritze

Nicola FritzeNicola Fritze ist Deutschlands Motivationsfrau. Mit ihrem Motto “Anders denken – anders handeln” begeistert die Trainerin und Rednerin jährlich tausende von Menschen. Ihre zwei Podcasts “Das Abenteuer Motivation” und “Der Fritze-Blitz” zählen zu den erfolgreichsten Podcasts zum Thema Motivation und Persönlichkeitsbildung. Ihre Hörsendungen erreichen mehr als 30000 Hörerinnen und Hörer.

Anfang 2011 erschien ihr neues Buch “Raus aus der Grübelfalle Wie Sie Ihre Denkgewohnheiten ändern und Ihre Persönlichkeit gezielt weiter entwickeln”. Hierin zeigt Nicola Fritze augenzwinkernd auf, wie wir mit Hilfe des Konzepts der inneren Stimmen handeln, statt immer nur zu grübeln. Mehr über die Motivationsfrau erfahren Sie unter www.nicolafritze.de.

Oliver Foitzik

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