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Mit dem Dreisprung kommen Sie weiter

… aus der wöchentlichen Themenserie „Ihr guter Ton“ vom Kommunikationsexperten und Businesscoch Manuel Stöbel. Nachdem Sie in den beiden vergangenen Beiträgen mehr darüber erfahren haben, wie Sie als Chef Streithähne an einen Tisch bekommen und wie Sie die Situation nun endgültig bereinigen können, geht es im heutigen Teil um ein Ansatz zum Lösen der Streitigkeiten, und dies mit dem Dreisprung.

 

Die Streithähne der letzten beiden Guter-Ton-Beiträge sitzen immer noch an einem Tisch. Der Adler aus seiner Metaperspektive in Person der Führungskraft oder Inhabers hatte zum Schluß zur Landung angesetzt und das Beobachtete in Taten umgesetzt, also zur Rede stellen und die gebildete Meinung auf den Punkt bringen. So soll nun der Lernprozess eingeleitet werden, von dem letztlich auch das ganze Unternehmen profitieren kann.

Kein Weitsprung, sondern Dreisprung

Führungskräfte sind oftmals unpädagogisch, wenn sie erwarten, dass ihre Vorstellungen sofort umgesetzt werden. Zumal, wenn die eigene Vorstellung von der ihrer Mitarbeiter komplett abweicht. Wenn das der Fall ist, würde man einen Weitsprung verlangen, der viele Mitarbeiter überfordern würde. Vielleicht kann die Führungskraft selbst einen so großen Satz machen, nicht aber unbedingt jeder im Team oder in der Abteilung. Das gilt es zu berücksichtigen!

Weitsprünge gehen zwischen acht und neun Meter weit. Dreisprünge oftmals bis zu siebzehn Meter. Es ist ganz einfach zu erklären: mit einer passenden Unterteilung kommt man weiter.

Mit dem Dreisprung zum Erfolg nach Streitigkeiten

Lernorientierte Führungskräfte wissen, dass strikte Anweisungen ohne Erklären oder Überzeugen wenig bringen. Wenn die Anweisung dann eben nicht umgesetzt wird, ist der Frust auf beiden Seiten größer als vorher!

Sich Zeit zu nehmen, ist die sinnvollste Investition – Zeit für den Dreisprung, also drei Schritte, die zu Sprüngen für alle werden:

1. Der „Hep“ – Das Klarstellen

Das Gute ist, dass Sie diesen Schritt im Prinzip schon gemacht haben. Sie haben mit ihrer aktiven Klarstellung der Situation zwischen den Streithähnen einen „Zwei-in-Einem“-Schritt gemacht. Eine Ergänzung wäre hier noch, dass die Streithähne in diesem Moment nichts zu sagen haben und sich ihre Position anhören müssen.

=> Das Unternehmen profitiert von ihrer Kompetenz, in Stress- und Streitsituationen konzentriert, ruhig und „bei sich“ zu sein!

2. Der „Step“ – Das Delegieren der Lösung

Sie hatten schon als sie die Streithähne an einen Tisch gebracht hatten, eine ruhige Metaperspektive eingenommen – nehmen sie diese jetzt wieder ein. Damit gehen sie einen vielleicht schwierigen Schritt, weil sie „die Kinder“ sich selbst überlassen. Aber „voila“, genau das ist das Beste, was denen passieren kann: sich selbstverantwortlich wieder vom Streithahn zum Friedenshahn zu bewegen, gemäß dem Motto „selbst verursacht – selbst behoben“.

=> Das ganze Unternehmen kann so selbstständiger werden und auch jeder Mitarbeiter entscheidungsfreudiger.

3. Der „Jump“ – Erfolgsorientierter Abschluß

Die beiden ehemaligen Streithähne bekommen jetzt eine Woche Zeit, um die Gründe für ihren Streit aufzuarbeiten, zu verschriftlichen und sich darum zu kümmern, dass es in Zukunft friedlich bleibt. Die Ergebnisse sollen dann wieder an einem gemeinsamen Tisch besprochen und so das Ganze beigelegt werden. Wichtig ist, dass sie als Führungskraft hier kein Controlling betreiben, sondern sich gemeinsam eben und fast kollegial mit den Parteien noch mal zusammensetzen.

wertschöpfende Kommunikation, Ihr guter Ton
Unterstützen Sie das Business Ihres Unternehmens durch wertschöpfende Kommunikation (Foto ©: Manuel Stöbel)

=> Der dritte Schritt macht den eigentlichen Sprung aus, von dem wieder alle profitieren können. Die Lösung wurde aus dem Unternehmen heraus entwickelt.

Also denken Sie zukünftig immer bei Streitigkeiten an den Dreisprung und lösen Sie so die kritische Situation auf. Wichtig dabei ist, dass jeder sein Gesicht wahren kann.

Ihr Manuel Stöbel

 

Mehr zum Thema Streithähne:

Teil 1: „Der erste Kontakt

Teil 2: „Als Chef Streithähne in den Griff bekommen

Teil 3: „Wie Sie Streithähne ruhig stellen

 

Über Manuel Stöbel

Manuel Stöbel ist der gute Ton Ihres Unternehmens. Die signifikanten Ergebnisse seines Engagements sind wertschöpfende Kommunikation für Branding, Leadership, Softskills und Personality. Sein persönlicher Background die Opernbühne und zwei Dekaden Trainingserfahrung lassen bekannte Themen in neuen Blickwinkeln deutlich werden und schaffen stets eine Atmosphäre kreativer Effizienz. Mehr über Manuel Stöbel finden Sie in seinem AGITANO-Expertenprofil und im Internet unter: www.manuel-stoebel.de.

Oliver Foitzik

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