Marketing

Mit dem Erklärvideo schnell und unkompliziert zu hoher Reichweite

Erklärvideo, Tutorial, Content Marketing

„Elefanten haben wirklich, wirklich, wirklich lange Rüssel – das ist cool“. Niemand, am wenigstens der Urheber dieser Worte selbst, hatte erahnt, dass mit diesen Worten das Internet auf die nächste Evolutionsstufe gehievt wurde. Übrigens, der Mann, dem das eingangs erwähnte Zitat gemeinhin zugeordnet wird, hört auf den Namen Jawed Karim, Mitgründer von YouTube, einer der erfolgreichsten Online-Plattformen aller Zeiten, die das so genannte Erklärvideo nicht nur en vogue, sondern zu einem der wichtigsten Elemente einer jeden Content Marketing-Strategie erhob.

Ratgeber für jede Lebenslage

Was haben Actelion, ein biopharmazeutisches Unternehmen aus der Schweiz, die Baumarktkette OBI und zigtausend andere Unternehmen, verschiedenster Branchen und Größen gemeinsam? Für sie ist das Erklärvideo, auch Tutorial genannt, der letzte Schrei. Das sehen viele Internetnutzer ähnlich, wie eine BITKOM-Studie zeigt. Kein Wunder, denn was sonst liefert einem Nutzer einen höheren Mehrwert als die Lösung für eines seiner Probleme?! Auf die kann er in jedem Bereich seines Lebens stoßen.

Zum Beispiel im Business: Wie mache ich auf Networking-Events erfolgreich auf mich beziehungsweise mein Unternehmen aufmerksam? Wie begeistere ich einen Investor für meine Geschäftsidee? Und so weiter, und so fort.

Aber auch im privaten Bereich: Mit welchen einfachen Übungen fördere ich meine Rückengesundheit? Wie entferne ich einen Rotweinfleck? Oder auch: Wie verschönere ich schnell und unkompliziert meinen Garten? Eine Frage, auf die bereits weiter oben erwähnte Baumarktkette eine Antwort parat hat – und zwar in weniger als drei Minuten.

(Quelle: OBI / YouTube)

Darauf müssen Unternehmen bei einem Erklärvideo achten

Der Vorteil, den ein Erklärvideo im Vergleich zu anderen Medien, zum Beispiel Texten, bietet, liegt klar auf der Hand. Menschen sind empfänglicher Botschaften, wenn diese ihnen bildhaft übermittelt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass Videos Selbstläufer sind. Man muss schon vor, während und nach dem Erstellen eines Tutorials einiges an Zeit und Mühe investieren, damit diese auch wirklich zum gewünschten Erfolg führen. Im Folgenden das Wichtigste in der Kurzzusammenfassung.

Erst der Inhalt, dann das Video

Bevor man ein Erklärvideo dreht, muss definiert werden, worum es in diesem geht. Soll das Unternehmen vorgestellt werden? Soll ein Problem definiert und dann die Lösung präsentiert werden? Soll auf den Mehrwert eines Produktes beziehungsweise einer Dienstleistung hingewiesen werden? Vermeiden Sie Videos, in denen Sie gleich auf mehrere Fragen Antworten geben möchten. Erfolgreich sind Tutorials meist, wenn sie nicht länger als drei Minuten dauern.

Nicht am falschen Ende sparen

Gerade für Startups, aber auch für viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) bergen Erklärvideos enorme Potenziale in sich. Insbesondere, weil sie über vergleichsweise geringe Marketingbudgets verfügen. Dennoch darf man hier nicht an den falschen Stellen knauserig sein. Investieren Sie in eine gute Kamera, hochwertige Schnittsoftware und achten Sie auf eine hohe Tonqualität. Ansonsten wirkt das Erklärvideo „billig“ und macht alles andere als einen seriösen Eindruck.

Das Erklärvideo geschickt platzieren und streuen

Stellen Sie sich vor sie machen ein Video und keiner sieht es sich an. Es gibt für alle am Prozess beteiligten wohl nichts deprimierenderes! Um das zu vermeiden, gilt es das Video geschickt auf der eigenen Homepage zu platzieren und in den sozialen Medien zu streuen. Geht es um die Präsentation des Unternehmens, kann es ruhig auf die Startseite gestellt werden. Geht es stattdessen um Lösungen, die das Unternehmen anbietet, ist es besser das Video in der passenden Kategorie zu platzieren. Posten Sie es in den sozialen Medien, in denen die passende Zielgruppe zu finden ist. Das oben angeführte Beispiel könnte sich für Facebook-Gruppen eignen, die sich mit den Themen Landschaftsbau und Garten befassen. Geht es stattdessen um Tipps und Tricks für Netzwerker, wird man mit so einem Erklärvideo eher auf LinkedIn oder Xing auf Gegenliebe stoßen.

Christoph Schroeder

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