Technologie

Mit dem Spaceliner aus Deutschland in 90 Minuten nach Australien

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhält von der EU mehr als drei Millionen Euro zur Erforschung von Flugzeugen mit schadstoffarmen Raketenantrieben. Der „Spaceliner“ soll so den Flug nach Australien von bislang 30 Stunden auf gerade einmal 90 Minuten verkürzen. Dabei verbrennt der flüssige Raketentreibstoff aus Wasserstoff und Sauerstoff schadstofffrei ohne Treibhausgase zu erzeugen. Die sichere Lagerung des flüssigen Wasserstoffs in den Flugzeugtanks ist der gegenwärtige Forschungsauftrag an das DLR.

Das Projekt sieht vor, dass der sogenannte „Spaceliner“ senkrecht startet, in rund 80 Kilometer Höhe seine erste Stufe abstößt und die zweite Stufe mit den Passagieren dann am Zielort horizontal landet – ähnlich wie die letztes Jahr ausgemusterten Space Shuttles (USA). Um die Sicherheit der Raketentriebwerke auf das Niveau von Flugzeugantrieben zu bringen, muss die Technologie allerdings noch weiter entwickelt werden. Zudem sieht das Konzept eine separate Rettungskapsel für die zweite Stufe (das Flugzeug) vor, in die die Passagiere von Beginn an einsteigen und die im Notfall abgesprengt werden kann.

Die Forschungsarbeiten für das ambitionierte Projekt werden allerdings noch einige Jahre andauern. Die Forscher gehen von einer Realisierung in 35 bis 40 Jahren aus – je nach der Finanzierung der Kosten. „So etwas sollte natürlich auf private Initiative entwickelt werden. Es ist nicht vorstellbar, dass das allein staatlich finanziert wird.“

(mb)

 

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