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…mit Rudolf Brunnhuber, Weinkenner und Autoexperte

Interview mit Rudolf Brunnhuber, Geschäftführer des Autohauses Brunnhuber (Opel) und Inhaber des exklusiven Weinhändlers "emmenove", über Unternehmensgründung, Elektromobilität, die Marke Opel und den Weintipp für den Sommer 2011. (Den Audio-Podcast finden Sie hier.)

 

Schönen guten Tag Herr Brunnhuber. Sie führen einerseits den Familienbetrieb weiter, das Autohaus Brunnhuber, und haben noch dazu mit „emmenove“ einen exklusiven Weinhändler gegründet. Wie sind Sie in diesen neuen Geschäftsbereich gekommen? Und bei welcher Gelegenheit kam Ihnen die Idee zu dieser Unternehmensgründung?

 

Emotion ist eine der Hauptkomponenten, die beim Autoverkauf zählen. Emotion ist auch beim Wein unbedingt nötig um erfolgreich zu sein. In der heutigen Zeit ist immer wichtiger über den Tellerrand hinauszublicken, damit man den Boden oder den Horizont nicht aus den Augen lässt. Die Gründung eines Unternehmens, das nicht im dem eigentlichen Produkt zu tun hat, öffnet einem noch mehr die Augen, welche Möglichkeiten man auch  bei anderen Produkten hat. Man bekommt Weitblick.

 

Was reizt Sie an dieser Tätigkeit besonders?

 

Es ist wie auch beim eigentlichen Autoverkauf der Umgang mit Menschen. Ob es der Fahrspaß ist den man vermittelt oder der Genuß, bei diesem Kontakt geht es darum dem Kunden mehr Lebensfreude zu geben.

 

Bekanntheit ist ein maßgeblicher Schlüssel zum Erfolg. Welche Marketinginstrumente und Aktivitäten haben sich für Sie als die wichtigsten herausgestellt?

 

Grundsätzlich ist das Internet heute eines der Hauptmarketing-Instrumente – soziale Netzwerke genauso wie Newsletter informieren den Kunden schnell und über regionale Grenzen hinweg. Trotzdem darf man sicher nicht vergessen, dass der persönliche Kontakt nie zu kurz kommen darf.

 

Haben Sie zu Beginn Ihrer Unternehmensgründung eine besondere Unterstützung erfahren? Wenn ja, in welcher Form?

 

Emmenove ist im Gegensatz zum klassischen Familienbetrieb Brunnhuber ein Unternehmen das sich ohne großen Finanziellen Unterstützungen aus Außen trägt, die eigentlichen großen Unterstützungen, kamen vom Weinherstellern und sozialen Netzwerken.

 

Gibt es etwas, das Sie rückblickend anders machen würden?

 

Grundsätzlich würden wir bei der Firma emmenove den gleichen Weg gehen, wie wir ihn eingeschlagen haben, unser Konzept hat sich bewert und geht auf. Es ist ein langer Weg aber auch einer der sich lohnt.

 

Welche Tipps geben Sie anderen Unternehmern mit auf den Weg?

 

Den Blickwinkel immer wieder überprüfen und ändern. Man bekommt plötzlich ganz interessante Ansichten. 

 

Ein kurzes Statement zum Automobilmarkt bitte: Haben Sie sich mit Ihrem Autohaus Brunnhuber schon auf das Zeitalter der Elektromobilität eingestellt?

 

Das Thema Elektomobilität wird uns alle beschäftigen. Pro und Contra. Opel wird mit dem Ampera noch in diesem Jahr ein Fahrzeug auf den Markt bringen, was überwiegend elektrisch fährt. Die Nachfrage und das Interesse des Kunden ist vorhanden, man muß, gerade bei der Beratung, klären, welcher Fahrzeugtyp für welchen Kunden geeignet ist. Ich sehe eine große Chance für die Automobilindustrie durch den geänderten Blickwinkel Konzepte zu entwickeln und Mobilität neu zu definieren. Aus sicht des Händlers kann ich nur sagen, wir sind vorbereitet und bereit.

 

Sie verkaufen ja vornehmlich die Marke Opel. Sehen Sie persönlich den Rüsselsheimer Autobauer wieder auf der Erfolgsspur?

 

Opel hatte im vorletzten und letzten Jahr sich neu aufstellen müssen. Die Eigenständigkeit und die hervorragenden Produkte verhelfen Opel zu einer neuen Größe. Gespräche mit Kunden zeigen uns ganz deutlich das die Schritte die Opel eingeleitet hat und auch die Produkte die vorhanden sind bzw. kommen, die richtigen sind. Ja, Opel ist wieder auf Erfolgskurs.

 

Vielleicht kann man das ja durch entsprechende Rahmenbedingungen noch weiter optimieren. Mal angenommen, Sie treffen den Bundeswirtschaftsminister – was würden Sie sich für den Wirtschaftsstandort Deutschland von ihm wünschen?

 

Subventionen und Reglements runter. Mehr Unternehmertum fördern und mehr soziale Verantwortung des Unternehmens fordern.

 

Wie sieht denn für Sie als Unternehmer die ideale Unternehmensstruktur aus? Und gibt es ein spezielles Unternehmen, das Sie besonders reizen würde, einmal von Innen kennen zu lernen?

 

Die Ideale Unternehmensstruktur bedeutet für mich, weniger Hierarchien. Es bedeutet wenig Kommunikationsverlust und direkte Wege. Ein Unternehmen neu kennen zu lernen, heißt auch, immer wieder bereit sein hinzu zu lernen. Gerne würde ich mal ein Unternehmen wie Apple kennenlernen. Gutes Marekting!

 

Mit wem würden Sie sich gerne einmal auf einen Kaffee oder ein Bier verabreden? Warum?

 

Theodor zu Guttenberg mit seiner Frau. Er geht trotz allem einen sehr geradlinigen Weg – ich denke, wir können noch einiges von ihm erwarten.

 

Haben Sie abschließend noch eine Weinempfehlung für das Jahr 2011?

 

Ja, das ist der Vernaccia di San Giminiano. Ein kreativer und ganz hervorragender Sommerwein, den wir letztes Jahr neu in unser Sortiment aufgenommen haben.

 

Herr Brunnhuber, vielen Dank für das Gespräch.

 

Vielen Dank auch Ihnen.

 

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