Management

Mitarbeiterbindung (Teil 1) – Nachwuchskräfte binden

Mitarbeiterbindung

Die Zeiten, in denen man einen Großteil der Mitarbeiter allein mit einem hohen Gehalt oder einem teuren Firmenwagen an das Unternehmen binden konnte, sind vorbei. In den vergangenen Jahren wurde der Wunsch nach individueller Entfaltung immer größer. Hinzu kommt der voranschreitende demografische Wandel, der dafür sorgt, dass es zu immer größeren Altersunterschieden unter den Arbeitnehmern kommt. Für eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung ist es wichtig, die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Altersgruppen und Generationen zu kennen und zu berücksichtigen.

Mitarbeiterbindung bei jungen Nachwuchskräften

Junge Fachkräfte sind selten – und werden in Zukunft noch seltener werden. Unternehmen buhlen bereits jetzt um die begehrten Nachwuchskräfte. Dieser Fachkräftemangel sowie die bereits erwähnten neuen Ansprüche der jüngeren Generationen verursachen bei den Unternehmen Handlungsbedarf. Eine gut ausgebildete und junge Fachkraft kann sich den Arbeitsplatz oft aussuchen. Unternehmen müssen also attraktive Angebote unterbreiten, um eine Mitarbeiterbindung auch langfristig erfolgreich zu erreichen. Neben einer attraktiven Vergütung spielen vor allem soziale Aspekte eine Rolle:

  • Eine ausgewogene Work-Life-Balance
  • Vereinbarkeit von Familie und Beruf
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement

Derartige Rahmenbedingungen gewinnen immer mehr an Bedeutung. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren weiter fortsetzen. Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung können natürlich nur dann greifen, wenn ein Unternehmen es auch schafft neue und junge Mitarbeiter anzuwerben. Hierbei spielen nicht nur allgemeine Rahmenbedingungen, sondern vor allem auch die Ausgestaltung des Jobs und berufliche Verantwortung eine große Rolle.

Worauf achten junge Nachwuchskräfte bei der Jobsuche?

Die hier behandelte Zielgruppe bewegt sich alterstechnisch zwischen 20 und 30 Jahren. Die meisten Menschen in diesem Alter sind ehrgeizig und voller Tatendrang, sie wollen sich etwas aufbauen und eine stabile Basis für die Zukunft legen. Doch auch der Wissensdurst und der Wunsch sich weiterzuentwickeln sind meist stark verankert. Um derartige Nachwuchskräfte anzuwerben, sind also nicht nur die oben genannten Punkte wichtig. Die individuelle Ausgestaltung der zu besetzenden Stelle sowie die Entwicklungsansprüche des Wunschkandidaten müssen berücksichtigt werden. Für eine erfolgreiche Anwerbung können, je nach Kandidat, verschiedene Maßnahmen sinnvoll sein:

  • Förderung der persönlichen Weiterentwicklung durch Weiterbildungsmaßnahmen (Workshops, Seminare, Schulungen, et cetera)
  • Die Möglichkeit für eine gewisse Zeit im Ausland zu arbeiten
  • Betriebsinterne Förderprogramme für Nachwuchskräfte
  • Mentorenprogramme zusammen mit älteren Mitarbeitern und gemeinsame Verantwortungsbereiche

Mitarbeiterbindung braucht neue Mitarbeiter. Diese müssen individuell betrachtet und angesprochen werden. Der perfekte Kandidat für eine Stelle ist die jeweiligen Überzeugungs- und Bindungsmaßnahmen in so gut wie allen Fällen mehr als Wert. Gerade heute ist eine erfolgreiche Mitarbeiterbindung wichtiger denn je. Trends, Innovationen, Ideen, aber auch Unternehmen kommen und gehen – immer schneller. Wer also dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben will, braucht auch dauerhaft gute Mitarbeiter.

Markus Jergler

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