Personal

Mitarbeitergesundheit: Das richtige Licht, wenig Schatten

Wenn es um das Thema gesunde und motivierte Mitarbeiter geht, denken viele Arbeitgeber in erster Linie an die richtige Arbeitskleidung oder an Präventionsprogramme, etwa um Rückenleiden vorzubeugen. Alles richtig: jedoch richten viele Unternehmen dies bezüglich ihr Augenmerk kaum auf die Frage nach der richtigen Beleuchtung – und werfen damit letztendlich ihr Geld zum Fenster raus.

Einsparungspotenziale gehen über den Bereich Energie weit hinaus

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Nicht am falschen Ende sparen. Magere Beleuchtung macht muntere Mitarbeiter müde (Bild: Rainer Sturm / pixelio.de).

Dabei begrenzt sich das Thema nicht allein auf den Aspekt Kostenreduktion dank Strom sparen. Obwohl dieser beachtlich ist. So können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) durch den Einbau von Tageslichtsensoren oder Bewegungsmeldern ihre Kosten für Licht um rund 20 Prozent reduzieren, so Ramona Schalek, Expertin für Energieeffizienz beim TÜV Rheinland.

Als Motivationsinstrument nicht zu unterschätzen

Gerade der arbeitspsychologische Aspekt von Licht wird in vielen Betrieben noch unterschätzt. So macht die richtige Bürobeleuchtung Mitarbeiter munter. So fanden Forscher der Universität von Surrey im Rahmen einer aufwendigen Versuchsreihe heraus, dass blau angereichertes Licht von bis zu 17.000 Kelvin besonders munter macht. Die Büroangestellten zeigten sich abends weniger erschöpft und konnten eigenen Angaben zufolge nachts besser schlafen. Auch Augen- und Kopfschmerzen plagten die Testpersonen weniger als in weißer Bürobeleuchtung.

Unfälle und Stürze vermeiden

Was viele nicht wissen: Licht ist auch eine Frage der Sicherheit. Laut Angaben der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), gehören Stolpern, Rutschen und Stürzen zu den häufigsten Unfallursachen im Beruf. Aus diesem Grund rät Werner Reick, BGW-Präventionsexperte, spätestens im Herbst eines jeden Jahres einen Beleuchtungscheck im und um das Gebäude durchzuführen. Dabei geht es ihm insbesondere um die Beleuchtung auf Gängen, Fluren und in Treppenhäusern sowie um die Bürobeleuchtung selbst. Wer schummrige Stellen entdeckt, muss handeln. Etwa indem er dort zusätzliche Lampen anbringt oder in die vorhandenen stärkere Leuchtmittel einsetzt. Schließlich verursachen die Fehltage allein Zusatzkosten für den Arbeitgeber – eventuelle Regressansprüche seitens des Arbeitnehmers noch gar nicht berücksichtigt.

Licht als Werbeträger

Neben dem Sicherheitsaspekt ist die Frage nach der richtigen Außenbeleuchtung auch aus einem anderen Grund zu beantworten: Denn sie können das Unternehmen im wahrsten Sinne des Wortes „ins richtige Licht“ rücken. Gerade in der aktuellen Jahreszeit, in der die Tage – und vor allem die Abende – wieder milder werden, steigt bei vielen die Lust nach einem Schaufensterbummel. Und gerade hier können in der Innenstadt angesiedelte Einzelhandelsunternehmen dank effektvolle Außenbeleuchtung richtig punkten.

Christoph Schroeder

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