Wirtschaft

Mittelstand kann von Exportkreditgarantien besonders profitieren

Das Münchner ifo-Institut hat die Wirkung der Exportkreditgarantien des Bundes (Hermesdeckungen) genauer untersucht. Demnach führen die Garantien zu zusätzlichen Exporten und zusätzlicher Beschäftigung in Deutschland. Das Instrument würde bis zu 240.000 Arbeitsplätze in Deutschland unterstützen – 50% der neu geschaffenen Stellen entfallen dabei auf mittelständische Unternehmen. Der gesamte Anteil der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) an dem mit Hermesdeckungen abgesicherten Exportvolumen liegt bei 30 Prozent. Ein zusätzlicher Effekt wird dadurch auch bei den Zulieferern der Exporteure erzeugt. Auf jeden Beschäftigten, der direkt in der Produktion von hermesgedeckten Exporten tätig ist, kommen 1,4 Beschäftigte bei der Produktion von Vorleistungen in Deutschland.

Wirtschaftsminister Philipp Rösler: „Die Ergebnisse zeigen, dass mittelständische Unternehmen von den Exportkreditgarantien des Bundes in hohem Maße profitieren. Das ist erfreulich. Es ist daher auch richtig, dass wir die Hermesdeckungen vor allem für klein- und mittelständische Unternehmen attraktiv gestaltet haben. Insgesamt verdeutlicht die Studie, dass mit den Hermesdeckungen nicht nur die betriebswirtschaftlichen Risikokosten bei Exportgeschäften gesenkt werden können, sondern auch ein klarer gesamtwirtschaftlicher Nutzen entsteht. Dieser Nutzen ist umso höher zu werten, als dass sich das Instrument kostenmäßig selbst trägt.“

Die Exportkreditgarantien des Bundes wurden erstmals bereits 1949 eingeführt und haben sich zu einer wesentlichen Säule der staatlichen Außenwirtschaftsförderung in Deutschland entwickelt. Sie bieten Schutz vor Zahlungsausfällen bei Exportgeschäften, für die private Kreditversicherungsunternehmen keinen Versicherungsschutz anbieten, beispielsweise aufgrund von erhöhten wirtschaftlichen Risiken in den Zielländern. Im laufenden Jahr 2011 wurden Exportgeschäfte im Umfang von rund 25 Milliarden Euro abgesichert.

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