Regionales

Mobilfunkstandard LTE in Niedersachsen auf dem Vormarsch

„Die Versorger haben ihre Verpflichtungen hinsichtlich des Ausbaus von LTE in der Fläche erfüllt. Damit ist der Weg für die Verbreitung des schnellen Mobilfunkstandards in Niedersachsen frei." Das teilte Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode heute am Rande der Sitzung des Beirats der Bundesnetzagentur in Berlin mit. „Jetzt kann dieser hoch leistungsfähige Mobilfunkstandard auch in den größeren Städten ausgebaut und von Bürgern und Unternehmen genutzt werden."

LTE (Long Term Evolution) ist ein sehr leistungsfähiger Mobilfunkstandard, der es ermöglicht, sehr schnelles Internet auf mobile Endgeräte zu übertragen. Der besondere technische Vorteil besteht darin, dass bei Nutzung von ehemaligen Rundfunkfrequenzen – der so genannten 800er-Frequenzen – eine hohe Reichweite erzielt wird. Das bedeutet, dass große Flächen damit abgedeckt werden können. LTE ist außerdem um ein vielfaches schneller als etwa UMTS.

Bei der Versteigerung der Frequenzen im Mai 2010 wurden durch die Bundesnetzagentur Bedingungen an den Ausbau geknüpft: weil die „kostbaren" Rundfunkfrequenzen auch dazu beitragen sollen, den weniger dicht besiedelten Raum mit Breitband zu erschließen, mussten die Bieter sich verpflichten, zunächst die kleinen und finanziell weniger interessanten Gebiete zu versorgen. Diese Ausbauverpflichtung ist jetzt erfüllt.

Die Überprüfung der Bundesnetzagentur hat ergeben, dass in Niedersachsen mindestens 90% der Bevölkerung der zur Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen genannten Städte und Gemeinden gemäß der Auflage versorgt werden. „Gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen war das eine echte Herausforderung, aber notwendig, um auch den Anschluss weniger lukrativer Gebiete in der Fläche zu gewährleisten", so Bode weiter. Damit seien die Ersteigerer der Frequenzen – Deutsche Telekom AG, Vodafone und O2 – jetzt frei im weiteren Ausbau und können sich den Ballungsräumen zuwenden. „Der Ausbau muss von den Mobilfunkanbietern nun in derselben Geschwindigkeit auf dem Land und in den Städten weiter voran getrieben werden."

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