Kultur & Kunst

Münzen – Hobby oder echte Wertanlage?

Was haben der Rücktritt von Papst Benedikt XVI., der Elysée-Vertrag sowie die Folgen der 2008 ausgebrochenen Welt-Finanzkrise gemeinsam? Alle drei Ereignisse haben das Interesse an Münzen als Sammlerobjekt beziehungsweise Wertanlage gesteigert – jedes auf seine ganz spezielle Art und Weise.

Anlageprodukte zunehmend unattraktiv

Ein Euro Stück
Insbesondere die Einführung des Euro löste unter Sammlern wahre Glücksgefühle aus (Bild: Lupo / pixelio.de).

Als mit dem Zusammenbruch der Lehman-Bank der Startschuss zur weltweiten Finanzkrise fiel, konnten viele noch gar nicht absehen, welche, heute noch spürbaren, Folgen diese für kapitalbasierte Anlageprodukte mit sich zog. In Zeiten historisch niedriger Zinsen erscheinen Spareinlagen, Wertpapiere und Fonds aufgrund geringer Renditeversprechen als zunehmend unattraktiv. Stattdessen suchen Anleger ihr Heil in Sachwerten, wie zum Beispiel Immobilien. Auch von Kunstobjekten, teuren Gemälden etwa, versprechen sich Investoren eine Steigerung ihres dort eingebrachten Vermögens.

Münzen. Eine denkbare Alternative?

Wer es allerdings eine Nummer kleiner mag für den können auch Münzen eine denkbare Alternative sein. So zieht sich die „Faszination Münzen“ quer durch alle Altersgruppen und Bevölkerungsschichten. Das mag unter anderem daran liegen, dass viele mit Münzen nicht nur ein Zahlungsmittel, sondern auch historische Ereignisse verbinden. Das kommt durch spezielle Münzprägungen zum Ausdruck. So zum Beispiel anlässlich der 50-Jahr-Feier zum – für Geschichte Deutschlands und Frankreichs so bedeudenten – Elysée-Vertrag (http://www.mdm.de/euro-muenzen/muenzen-frankreich).

Besondere Ereignisse machen Münzen zu wahren Raritäten

Ein Münzsammler verspricht sich durch sein Tun ein Hauch Geschichte miterleben zu dürfen. Dazu muss man nicht so weit zurückgehen. Die Münzen aus der damaligen DDR gelten heute unter Liebhabern als wahre Ausnahmeerscheinungen mit echtem Seltenheitswert, die ihren eigentlichen Wert inzwischen um ein vielfaches steigern konnten. Jeder, dessen Sammlung über derartige oder zumindest vergleichbare Stücke verfügt, kann sich besonders glücklich schätzen.

Aber auch jüngste Ereignisse machen aus dem Zahlungsmittel wahre Raritäten. Mit der Einführung des Euro erblickten seltene Komplettauflagen aus Malta, San Marino oder dem Vatikan das Licht der Welt, die in der Erstauflage heute bis zu mehrere Tausend Euro wert sind. Darüber hinaus haben Sonderprägungen, etwa zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI., für Sammler einen besonderen Reiz.

Diese Beispiel, die sich beliebig fortsetzen lassen würden, zeigen, dass für Münzen als Wertanlage das gilt, was Gerd Bennewitz, Geschäftsführer des Fondsvermittlers SJB, einst über das Sammeln von Briefmarken sagte: „Es sollte immer auch ein gutes Stück Liebhaberei dabei sein.“


Christoph Schroeder

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