Themenserien

Mut zu mehr Persönlichkeit… aus der Themenserie Spiritualität & Business

… aus der wöchentlichen Themenserie rund um Spiritualität & Business von Hans-Jürgen Krieg.

Mir ist jüngst ein interessanter Artikel aufgefallen. Dort stand, dass ein großes Unternehmen vor allem solche neuen Mitarbeiter sucht, die eine Persönlichkeit besitzen. Die Crux ist. Die sind immer schwerer zu finden. Kann das sein? Leiden wir an einem Schwund von Persönlichkeit? Forciert das aktuelle Lebensverständnis einen Menschen, dem genau die Eigenschaften fehlen, die ihm ein unverwechselbares persönliches Profil verleihen? Entwickeln wir uns zu einem nicht-authentischen Wesen ohne echte Ausstrahlung?

Wenn ja, warum ist das so? Mangelt es uns an Wissen? Stimmt etwas nicht mit unserer Bildung? Das kann in Zeiten langjähriger Schulausbildung und intensiver Internetnutzung eigentlich nicht sein. Streben wir nach Gleichheit und vernachlässigen wir unsere individuelle Einzigartigkeit? Wollen wir beispielsweise alle gleich perfekt aussehen? Wird unser Konsum durch Werbung manipuliert? Rennen wir alle den gleichen Hypes hinter her und wollen immer nur das realisieren, was gerade „in“ ist? Da ist sicher was dran. Aber liegt darin wirklich die Ursache für den Verlust an Persönlichkeit? Liegt dieser nicht viel eher darin, dass unsere Emotionalität und Empathie verkümmern? Können wir anderen und vor allem uns selbst nicht wirklich begegnen? Unterdrücken wir unsere Gefühle? Verdrängen wir, was uns unangenehm ist und nicht in das Bild passt, das wir von uns haben? Wollen wir nicht der sein, der wir sind? Wären wir gerne jemand anders? Nehmen wir einmal an, das ist so. Setzt das nicht voraus, dass wir wissen, wer wir wirklich sind? Stimmt das? Kennen wir eigentlich unser wahres Wesen? Wissen wir, warum wir leben? Ist uns bekannt, worin unsere Einzigartigkeit liegt? Oder gleichen wir nicht eher Schauspielern, die Rollen spielen, die sie mangels besseres Wissen von anderen übernommen haben?

Äußere Symptome zu kurieren, macht für mich wenig Sinn. Im Außen ein wenig Schönfärberei zu betreiben, hilft nicht wirklich weiter. Wir haben es mit einem fundamentalen Thema zu tun. Persönlichkeit entsteht nicht im Außen. Sie ist keine Kopie von etwas, was mir gefällt und was ich gerne sein möchte. Persönlichkeit, das bin ich selbst. Persönlichkeit bildet sich im Innen. Dort liegt die Ursache für alles, was ich im Außen präsentiere. Und nicht umgekehrt. Im Innen müssen Sie ansetzen, wenn Sie ihre Persönlichkeit weiter entwickeln wollen. Sie müssen beispielsweise eine sichere Überzeugung darüber gewinnen, wer Sie eigentlich sind. Sie müssen verstehen, worin ihre eigentliche Stärke liegt. Sie müssen begreifen, was Sie besonders gut können. Sie müssen das umsetzen, was Sie in einer besonderen Weise der Welt schenken können. Und Sie müssen vor allem Mensch sein. Voller Emotionalität und Empathie. Mit einem Wort: Sie müssen Sie selbst sein. Wenn Sie das sind, brauchen Sie sich um ihre Persönlichkeit keine Gedanken mehr zu machen.

Denken Sie darüber nach. Es ist ihre Entscheidung. Wollen Sie so sein, wie alle sind? Oder wollen Sie endlich anfangen Sie selbst zu sein?

Ihr Hans-Jürgen Krieg

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Über den Autor:

Hans-Jürgen Krieg, ifef – Coach & Berater Hans-Jürgen Krieg ist Autor der Buchserie „Der kleine Igel“. Er coacht Unternehmen und Personen im Hinblick auf die praktische Nutzung ihrer spirituellen Potenziale. Mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Zusammenhänge des Lebens und seiner über 30 Jahren Erfahrungen im Geschäftsleben unterstützt er die Beteiligten beim Bau von Brücken, mit denen sie die reale Welt mit ihrer „inneren Quelle“ verbinden.

Weitere Informationen finden Sie unter www.ifef.de.

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Weitere Beiträge der Themenserie:

Mut zur Lücke… aus der Themenserie Spiritualität & Business

Spirituell und weltlich sein… aus der Kolumne “Spiritualität & Business”

Auf dem eigenen Spielfeld spielen

Spirituell führen – ein Beispiel

Spiritualität ist mehr als Religion und Esoterik

Marc Brümmer

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