Energie & Umwelt

Nachhaltige Energie ist Deutschlands zweitwichtigster Energieträger

Der Strommix in Deutschland wird immer Grüner. Nach ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) ist der Anteil von Erneuerbaren Energien an der deutschen Stromerzeugung 2011 von 16,4% im Vorjahr auf 19,9% angestiegen. Damit haben die Erneuerbaren den zweitgrößten Anteil am Strommix und liegen damit nur noch hinter der Braunkohle zurück, dessen Anteil allerdings auch um 1,4% auf 24,6% angestiegen ist. Nichts desto trotz ist diese Entwicklung für Hildegard Müller, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, sowohl ein Grund zum Feiern als auch ein Aufruf zu mehr Verantwortung. "Mit diesem erfreulichen Zuwachs der Erneuerbaren Energien wächst auch ihre Verantwortung für das Funktionieren des Gesamtsystems. Der Handlungsdruck für eine Markt- und Systemintegration der Erneuerbaren steigt. Auch die stark fluktuierenden Energieträger müssen zur Systemsicherheit beitragen." Vor allem wegen dem Fehlen von konkreten Speichermöglichkeiten und dem Fehlen eines geeigneten Stromnetzes wären die Erneuerbaren noch weit davon entfernt, als Grundlaststrom bereit zu stehen.

Der größte Gewinner bei den Erneuerbaren Energieträger war die Windenergie. Dessen Anteil stieg nach einem schwachen Windjahr 2010 auf 7,6%. Die Biomasse belegte mit 5,2% Platz zwei gefolgt von der Photovoltaik mit 3,2% und der Wasserkraft mit 3,1%. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien bringt auf lange Sicht enorme Kosteneinsparungen. Allein durch von der KfW geförderte Anlagen werden insgesamt 740 Millionen Euro an Energieimporte und Umweltschäden eingespart und nebenbei 52.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

 

 

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