Kolumnen

Nachhaltigkeit auch im Weinhandel!

.. aus der zweiwöchentlichen Kolumne von Alexander Manko, emmenove Wein & Feinkost.

 
Super-Sonderangebot, nochmals reduziert, Top-Preis! Jeder von uns kennt diese Angebote und ist auch geneigt, hier zuzuschlagen. Selber steht man an der Fleischtheke im Supermarkt und wundert sich, daß das Fleisch so billig ist und gleichzeitig sprechen wir mit Freunden und Bekannten über Nachhaltigkeit. Widerspricht sich das nicht? Ja, es widerspricht dem gesunden Menschenverstand, dass ein Sekt 2,99 Euro oder ein Wein 1,99 Euro kostet.

Wenn wir über Nachhaltigkeit in unserer Generation reden, müssen wir auch über einen gerechten und fairen Preis nachdenken, der dem Winzer es ermöglicht, angemessene Gehälter zu zahlen. Der es dem Glashersteller, dem Spediteur und dem Etiketten-Hersteller auch die Gelegenheit gibt, fair zu kalkulieren. Denn all diese einzelnen Komponenten müssen in die Kalkulation einer Flasche Wein oder Sekt einfließen.

Billige Preise sind keine Win-Win-Situation, denn einer wird immer verlieren. Als Weinhändler ist es unsere Aufgabe zu kontrollieren, daß das Preis-Leistungs-Gefüge in Takt bleibt, schon aus Gründen der Verantwortung gegenüber dem Produkt. Nur wenn der Preis des Weines angemessen ist – ich sage explizit nicht: hoch oder teuer – läßt sich dauerhaft gute Qualität produzieren und alle können davon leben.

Es ist eben nicht so, daß sich der freie Markt von selbst regulieren würde und dadurch alle das bekämen, was Ihnen zusteht. Eine Seite wird immer verlieren. Und es ist ebenso nicht der Fall, daß in allen Bereichen der knallharte (Preis-) Wettbewerb sich durchsetzen muß, nur weil dies der leider nicht nachvollziehbaren Lehrbuchmeinung entspricht!

Aber genauso gibt es natürlich die anderen Extreme: Manche Weinhändler kaufen günstigen Wein ein und vermarkten ihn mit schicken Etiketten zu horrenden Preisen. Der Kunde vertraut jedoch seinem Weinhändler, denn er will ein gutes Produkt zu einem angemessenen Preis erstehen. Dieses Vertrauen gilt es zu respektieren und darüber hinaus dem Kunden zu vermitteln, wie er guten und weniger guten Wein unterscheiden kann.

Werden wir also unserer Aufgabe bewußt, ein intaktes Preisgefüge zu bekommen – und lassen wir auch im Weinhandel das Wort Nachhaltigkeit nicht nur eine leere Hülle sein. Gestehen wir unseren Winzern auch zu, in 10 und 15 Jahren guten Wein produzieren zu können, damit ein Ausverkauf nicht mehr rentabler Weingüter, wie es gerade im Chianti passiert, nicht mehr stattfindet. Nur so werden wir wirklich auch in Zukunft eine Win-Win-Situation erreichen.
 
Der Wein ist es wert!

Ihr Alexander Manko

 

Über emmenove Wein & Feinkost:

emmenove Wein & Feinkost ist ein junges Unternehmen mit dem Ziel, neue Wege zu beschreiten. Es werden Weine präsentiert, welche von kleinen Weingütern in Italien stammen und von großer Qualität sind. Kurzum: es geht darum, bislang noch weitgehend unbekannte Schätze zu heben und mehr Menschen an deren Genuß teilhaben zu lassen.

emmenove Wein & Feinkost setzt dabei auf die persönliche Bindung sowohl zu den Weingütern in Italien als auch zu den Kunden. Exzellente Olivenöle und Spezialitäten vom Cinta-Senese-Schwein sind die logische Konsequenz dieser Ausrichtung auf Qualität zu vernünftigen Preisen. Geführt wird emmenove Wein & Feinkost von Alexander Manko und Rudolf Brunnhuber.

Mehr hierzu finden Sie auf der Website www.emmenove.de.

 

 

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