Technologie

Nanostrukturiertes Metall wechselt auf Knopfdruck zwischen hart und weich

Wissenschaftler der TU Hamburg, des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und des Metallforschungsinstituts in Shenyang, China, haben einen revolutionären Werkstoff entwickelt: Metallische Konstruktionswerkstoffe, die auf Knopfdruck in Sekundenschnelle ihre Festigkeit zwischen hart und weich, also formbar, ändern können. Durch das Einbringen in eine säurehaltige Lösung bilden sich nanostrukturierte Gänge und Löcher im Metall, in die dann eine leitfähige Flüssigkeit eingebracht wird. Durch ein elektrisches Signal wird dann in dem Hybridmaterial aus Metall und Flüssigkeit per Knopfdruck ein Wechsel der Materialeigenschaften ermöglicht, indem eine Stärkung oder Schwächung der atomaren Bindungen in der Oberfläche des Metalls als Folge des Einbaus zusätzlicher Elektronen erfolgt. So lässt sich nach Bedarf die Festigkeit des Materials verdoppeln oder aber ein weniger fester, dafür aber plastisch formbarer Zustand einstellen. Dies sei laut den beteiligten Wissenschaftlern ein „Durchbruch in den Materialwissenschaften“ für die vielfältigsten Anwendungsbereiche und dürfte ein bedeutender Beitrag zu der Entwicklung sogenannter smart materials, also intelligenter Materialien darstellen.

 

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