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NASA: Raketenkomponente aus 3-D-Drucker erfolgreich gestestet

(Mit Video) Die NASA hat das bislang größte per 3D-Druck hergestellte Teil eines Raketentriebwerks erfolgreich getestet. Für die US-Weltraumagentur ist dieser Versuch eigenen Worten zufolge ein Meilenstein unter den vielen Fortschritten, die zurzeit erzielt würden, den Preis für die Raumfahrt zu senken.

3-D-Drucker liegen im Trend

Die Medizintechnik schwört seit langem darauf, aber auch in Hollywood und ja selbst zum Schlösser knacken werden sie inzwischen genutzt: 3-D-Drucker. Auch die NASA will durch den Einsatz derartiger Drucker langfristig Kosten für die Raumfahrt sparen. Vergangenen Donnerstag haben sie bereits einen bemerkenswerten Schritt nach vorne gemacht (s. Video).

Video vom erfolgreichen Test der Raketenkomponente

(Quelle: NASA)

Temperaturen von bis zu 3.300 Grad Celsius

Bei der Raketenkomponente handelt es sich um einen Einspritzer, durch flüssigen Sauerstoff und gasförmigen Wasserstoff geleitet wurde und der deutlich mehr Schubkraft geliefert habe als die bislang „gedruckten“ Vorgängermodelle. Die Komponente soll dabei eine Temperatur von bis zu 3.300 Grad Celsius ausgehalten haben.

 


Die nächsten Schritte

Als nächsten Schritt will die NASA nun testen, wie sich die Komponente im Vergleich zu seinem Gegenpart schlägt, der auf herkömmliche Weise hergestellt wurde. Die Entwickler gehen davon aus, dass zukünftig viele andere Komponenten ebenfalls auf diese Weise produziert werden könnten. Sie sollen bei Raumfahrtmissionen zu einem Asteroiden oder sogar zum Mars zum Einsatz kommen. Zudem testet die Weltraumbehörde gerade einen 3D-Drucker, der Werkzeuge für die Besatzung der Internationalen Raumstation ISS herstellen kann. Sogar Nahrung für die Astronauten auf Langzeitmissionen soll eines Tages auf diese Weise hergestellt werden.

3-D-Drucker für den MINT-Unterricht

Inzwischen werden 3-D-Drucker auch für kommerzielle Zwecke oder auch die Bildung interessant. So wurde an der TU Wien ein neuartiger 3D-Drucker entwickelt. Das Gerät ist so groß wie eine Milchtüte und kostet nur rund 1.200 Euro. Durch die Produktion in größeren Stückzahlen ließe sich der Preis noch weiter reduzieren, wodurch die Technologie zu einem erschwinglichen Alltagsgerät reifen könnte.

Aber auch für den Schulunterricht sehen Pädagogen im 3D-Druck enorme Potenziale. Zum Beispiel um die Initiative MINT zu unterstützen. Der Drucker ermöglicht Schülerinnen und Schülern auf besondere Weise einen Einblick in die Praxis des Konstruierens zu bieten, so beispielsweise Marcus Wagner, Geschäftsführer der Internationalen Schule in Augsburg. Die Schule verwendet seit Januar diesen Jahres einen 3-Drucker im Unterricht. Dadurch können Schülerinnen und Schüler auf besondere Weise für Studiengänge begeistert werden, die besondere Kenntnisse in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (kurz: MINT) erfordern. Gerade in diesen Bereichen, sehen viele in Deutschland und Europa einen steigenden Bedarf an fachlich gut ausgebildeten Nachwuchskräften.

(cs)


Christoph Schroeder

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