Wirtschaft

Nationalheld zwingt Indiens Politiker zu härterem Korruptionsgesetz

Der bereits als „neuer Gandhi“ titulierte indische Anti-Korruptions-Aktivist Anna Hazare hat durch einen öffentlichen Hungerstreik die Politik zum Einlenken und zu Nachbesserungen an dem Anti-Korruptions-Gesetz gebracht. Der populäre Aktivist hatte gedroht, sich öffentlich zu Tode zu hungern, sollte es keine Verschärfung bei dem laxen Korruptionsgesetz geben und hatte damit eine landesweite Protestlawine ausgelöst. Er drohte allerdings mit einer neuen Aktion, falls die nun verkündeten Änderungen nicht umgesetzt werden sollten. Die wichtigsten Ergänzungen sind, dass das sogenannte Lokpal-Gesetz künftig nun auch für alle Staatsbediensteten gelten wird, nicht nur für die höheren Beamte. Auch die Einrichtung unabhängiger Beschwerdestellen für Bürger, die von Korruption betroffen sind, soll nun ermöglicht werden. Die indischen Medien sprechen von einem Sieg „für Indien“, „für das Volk“ sowie „für die Demokratie“.

Die Korruption ist tief in Indiens System verankert. Rund 345 Milliarden Dollar hat die Korruption dem Schwellenland innerhalb der letzten zehn Jahre gekostet. Bereits zwei Megaskandale erschütterten den Subkontinent in 2011, darunter der 40-Milliarden-Skandal um Korruption bei Telefonlizenzen.
 

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