Wirtschaft

Nato-Kampftruppen werden bis 2014 aus Afghanistan abgezogen

Der afghanische Präsident Karsai hat am Dienstag die Pläne vorgestellt, dass Afghanistan noch in diesem Jahr sukzessive die Kontrolle über das Land übernehmen wird. Die rund 140.000 Mann starken alliierten Nato-Truppen (davon rund 5.000 Deutsche) werden dann ab 2014 nur noch als Berater und Ausbilder in Afghanistan sein – die Kampftruppen sollen also bis zu diesem Datum 2014 abziehen. Die ersten sieben Provinzen werden nun schon von diesem Juli an unter afghanische Kontrolle kommen. Das betrifft auch die Region Masar-i-Scharif im Norden, wo sich das deutsche Hauptquartier des Afghanistan-Einsatzes befindet. Die weiteren Regionen sind die Hauptstadt Kabul, die vergleichsweise ruhigen Provinzen Bamijan und Pandschir, die lange als Taliban-Hochburg geltende Stadt Laschkar Gah in der südlichen Unruheprovinz Helmand, sowie die westafghanische Stadt Herat und Teile der Provinz Laghman. Der ISAF-Kommandeur David Petraeus betonte jedoch, „die Geschwindigkeit der Übergabe wird von der militärischen Lage abhängen“. Zugleich warnt er: „Wir gehen davon aus, dass die Gewalt zunehmen wird. Wir wissen, dass wir vor großen Herausforderungen stehen. Als ich unseren Soldaten geschrieben habe, was sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit unseren afghanischen Partner erreicht haben, habe ich ihnen auch gesagt, dass 2011 ein sehr hartes Jahr wird.“ Laut Außenminister Westerwelle werde der Abzug der deutschen Kräfte noch Ende 2011 beginnen und dann bis 2014 abgeschlossen sein.

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